Stimmung belastet - Preussag, Telekom und Bayer verlieren
Deutsche Blue Chips mit Verlusten

Bereits kurz nach Handelsbeginn hatte der Dax am Montag seine Verluste auf mehr als 100 Punkte ausgebaut. Bis zum frühen Nachmittag verringerten sich die Verluste auf rund minus 80 Zähler.

dpa FRANKFURT. Nach den Kursgewinnen in der Vorwoche haben am Montagnachmittag alle 30 Aktien des deutschen Aktienindex Dax an Wert verloren. Während das Börsenbarometer der Standardwerte 2,17 Prozent auf 4 715 Zähler verlor, ging es für den Nemax 50 um 1,49 Prozent auf 1103 Zähler abwärts. Der MDax der 70 Nebenwerte sank um 1,10 Prozent auf 4 184 Stellen.

"Alles Gewinnmitnahmen", sagte ein Händler angesichts der fallenden Börsenkurse. "Nach den Gewinnen der vergangenen Tage ziehen sich die Käufer jetzt zurück, streichen ihre Gewinne ein und warten erstmal ab, was passiert."

Zwei Tage vor der Vorlage von Quartalszahlen haben die Aktien der Deutschen Telekom 2,45 Prozent auf 18,70 Euro verloren. Telekom-Chef Ron Sommer hatte im "Handelsblatt" das Erreichen der selbstgesteckten Ziele in Aussicht gestellt. Die Skepsis der Anleger belaste jedoch den Kurs, sagte ein Händler. "Die Anleger warten lieber erstmal ab, was für Zahlen am Mittwoch wirklich auf den Tisch kommen."

Der Kurs der Preussag-Aktie gab nach einer Herabstufung durch die Investmentbank HSBC um 4,50 Prozent auf 26,98 Euro abgegeben. Damit führte sie die Verliererliste im Dax deutlich an.

Ab Dienstag berichten unter anderen Volkswagen, Metro, Deutsche Telekom und Deutsche Bank über die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal.

Bayer sank um 2,24 Prozent auf 33,24 Euro. Die US- Gesundheitsbehörde wird dem Bayer-Produkt Ciprobay im Kampf gegen den Milzbrand künftig ein billigeres Medikament vorziehen. Gewinne verbuchte bis zum späten Vormittag keiner der 30 Dax-Titel.

Thyssen-Krupp unter Druck - Herabstufung der Gewinnschätzung

Der Aktienkurs der Thyssen-Krupp AG hat nach einer Herabstufung der Gewinnschätzungen durch das Investmenthaus Morgan Stanley deutlich nachgegeben. Am Morgen hatte Morgan Stanley seine Erwartungen für den Gewinn je Aktie (EPS) für das Geschäftsjahr 2001-2002 des Stahlkonzerns auf knapp Null reduziert, sagten Händler. So würden die Analysten erst wieder für 2003 mit einen Gewinn rechnen.

Insgesamt seien die Prognosen für den Stahlsektor, infolge der weltweiten Konjunkturabschwächung, für die nächsten 18 Monate eher schlecht, saget der Händler. Für Thyssen-Krupp stellt der Stahlsektor jedoch nach wie vor das wichtigste Geschäftsfeld dar.

Aber auch die hohe Verschuldung des Unternehmens von etwa 8,6 Mrd. Euro würde das Erreichen der eigenen strategischen Ziele starkt behindern, so der Händler weiter. Auch sei nicht damit zu rechnen, dass der Stahlkonzern auf kurze Sicht seine Schuldensituation nachhaltig verändern könne.

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