Stimmung bleibt pessimistisch
Neuer Markt hält sich noch im Plus

Die Schwergewichte im Nemax halten den Index im Plus. Broadvision profitieren von der Aufnahme in den S&P-500-Index.

Reuters FRANKFURT. Der Neue Markt der Frankfurter Wertpapierbörse hat sich am Dienstag wegen der positiven Entwicklung einiger weniger Schwergewichte mit freundlicher Tendenz präsentiert. Der Nemax-50-Index der größten Titel am Neuen Markt zog bis zum Mittag (12.20 Uhr) um 52 Punkte entsprechend 1,2 % auf 4371 Zähler an.



Dabei verbuchten nur zwölf der 50 Werte einen Gewinn. Das Schwergewicht Broadvision festigte sich um 28 % auf 32,74 Euro, nachdem der US-Finanzdienstleister Standard&Poor's (S&P) angekündigt hatte, die Broadvision-Aktie werde in den wichtigen S&P-500-Index aufgenommen. Der Titel hob den Nemax-50-Index allein um 102 Punkte an. Ansonsten sei die Stimmung weiter von Vorsicht geprägt, sagte ein Händler.



Broadvision

hat augenblicklich ein Gewicht von 8,6 % im Nemax-50. Standard&Poor's hatte am Montag (Ortszeit) in den USA bekannt gegeben, Broadvision werde im S&P-500-Index den US-Broker PaineWebber ersetzen, der von der schweizerischen Bank UBS übernommen wird. Unter den Schwergewichten verbuchten neben dem Software-Hersteller auch T-Online einen Gewinn, und zwar um einen halben Prozent. Fast alle Branchenindizes im Nemax-50 lagen niedriger; nur der Finanzdienstleister-Index, zu dem Broadvision gehört, notierte deutlich höher.

Die Grundstimmung sei weiterhin skeptisch, hieß es weiter. Viele Anleger agierten nach den jüngsten Rückgängen und negativen Presseberichten über das Wachstumssegment vorsichtig. Der Technologiesektor werde zudem von Aussagen von US-Analysten belastet, es könne zu einem Preiskrieg zwischen dem Chiphersteller Intel und dem Konkurrenten AMD kommen.

Gigabell setzten ihre Berg- und Talfahrt fort und stellten sich gegen Mittag um 15 % über dem Vortagesschluss, nachdem sie am Morgen zeitweise noch einen erheblichen Verlust ausgewiesen hatte. "Das ist alles Zockerei. Da wird man sich schwer tun, einen genauen Grund greifen zu wollen", sagte ein Händler. "Die Aktie ist auf den Beobachtungs-Sheets der Daytrader (extrem kurzfristig orientierter Marktteilnehmer)."

Zu den größten Verlierern gehörten Primacom, Plasmaselect und Ebookers mit einem Verlust von jeweils etwa zwölf Prozent. RT-Set gewannen über sechs Prozent, nachdem das Unternehmen für das dritte Quartal eine Umsatzsteigerung gegenüber der Vorjahresperiode um 165 % bekannt gegeben hatte.



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