Stimmung der Verbraucher und Unternehmer ist im Dezember merklich gestiegen: Vertrauen in Euroland lässt Trendwende erahnen

Stimmung der Verbraucher und Unternehmer ist im Dezember merklich gestiegen
Vertrauen in Euroland lässt Trendwende erahnen

Mit dem Jahreswechsel scheint sich ein Wendepunkt in der Stimmung sowohl bei den Verbrauchern als auch den Unternehmen in der Europäischen Union abzuzeichnen. Zu dieser Einschätzung kommen sowohl die EU-Kommission in ihrer jüngsten Untersuchung über die Wirtschaftsentwicklung als auch die Commerzbank und die DGZ-DekaBank.

ay DÜSSELDORF. Das von der EU-Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen erfragte Unternehmervertrauen stieg per Ende Dezember um einen Punkt auf-17, gegenüber-18 im November. Das Verbrauchervertrauen kletterte in den Ländern der Gemeinschaftswährung sogar um 3 Punkte, in der gesamten Europäischen Union allerdings nur um 2 Punkte. Als wichtige Entwicklung wird von den EU-Ökonomen gesehen, dass der Index in keinem Mitgliedsland mehr gesunken ist; in Deutschland, Griechenland, Spanien und Österreich blieb er allerdings unverändert auf dem Stand des Vorjahres.

Der Gesamt-Stimmungsindex erreichte nach den EU-Angaben 98,8, sowohl in der gesamten EU als auch in Euroland. Er lag damit um 0,2 Prozentpunkte (in Euroland) höher beziehungsweise 0,1 Prozentpunkte in der EU. Die höchste Zunahme wurde mit plus 0,5 Prozentpunkte in Belgien, Spanien und Irland festgestellt, während er in Deutschland und Finnland um jeweils 0,1 Prozentpunkte fiel, in Großbritannien allerdings am höchsten um 0,4 Prozentpunkte.

Die DG-DekaBank warnte trotz dieser positiven Indikatoren vor einer Überbewertung der Umfrageergebnisse. Es könnte sich nämlich auch nur um eine Normalisierung der Einschätzung nach den Rückgängen auf Grund der Terrorattentate im September handeln. Auch die Commerzbank ist vorsichtig: Aus den ermutigenden Daten der Brüsseler Statistiker sollte nicht gefolgert werden, dass der EU-weite Aufschwung bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres eingesetzt habe. Es sei eher damit zu rechnen, dass das reale Bruttoinlandsprodukt in den ersten drei Monaten dieses Jahres nur geringfügig zulegen werde. Eine spürbare positive Zuwachsrate gegenüber dem Vorquartal sei erst für das zweite Vierteljahr zu erwarten.

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