Stimmungsbarometer positiv
Hamann freut sich über deutschen Teamgeist

Anders als noch bei der verpatzten Europameisterschaft vor zwei Jahren herrscht in der deutschen Mannschaft nach Ansicht von Dietmar Hamann eine gute Stimmung.

rtr MIYAZAKI. "Während der beiden letzten Turniere gab es Behinderungen von Anfang an, aber diesmal gibt es keine und ich bin zuversichtlich, es wird auch so bleiben," sagte Hamann am Rande des deutschen Trainingsquartiers im japanischen Miyazaki am Montag. "Die Stimmung ist gut." Die deutsche Mannschaft war bei der WM 1998 im Viertelfinale ausgeschieden und bei der Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden nicht über die Vorrunde hinaus gekommen. "Hoffentlich haben wir aus diesen Erfahrungen gelernt und werden es dieses Mal besser machen", sagte der 28-Jährige. Hamann hatte an beiden Turnieren teilgenommen.

Das Viertelfinal-Aus gegen Kroatien vor vier Jahren führte zum Rücktritt von Bundestrainer Bertie Vogts. Nach dem frühen und blamablen Scheitern bei der zurückliegenden Europameisterschaft waren Mannschaft und der damalige Teamchef Erich Ribbeck scharf kritisiert worden. Ribbeck trat zurück. Rudi Völler wurde sein Nachfolger. Wegen der guten Stimmung in der Mannschaft sieht auch Völler nach eigenen Worten der ersten WM in Asien optimistisch entgegen. "Der Teamgeist ist extrem wichtig und unserer ist hoch", sagte Völler. Dazu habe auch die späte Qualifikation in den Relegationsspielen gegen die Ukraine beigetragen. "Die Spiele gegen die Ukraine haben die Spieler eng zusammen gebracht und haben auch bewiesen, dass diese Mannschaft mit Druck leben kann."

Die Ziele Völlers bei der bevorstehenden WM sind jedoch gemessen an den zurückliegenden Erfolgen Deutschlands diesmal bescheiden:" Wir sind vielleicht nicht die gefährlichsten Mitbewerber, aber wenn wir über die Vorrunde hinaus kommen, wovon ich überzeugt bin, könnten wir für einige Überraschungen gut sein", sagte der Teamchef des dreimaligen Welt- und Europameisters. Völler muss allerdings auf mehrere wichtige Spieler verzichten. Die Abwehrspieler Jens Nowotny und Christian Wörns sowie die Mittelfeldspieler Sebastian Deisler und Mehmet Scholl hatten ihre WM-Teilnahme verletzungsbedingt absagen müssen. Andere Spieler des Kaders haben wenig Spielpraxis, da sie längere Zeit verletzt oder in ihren Vereinen oft nur Ersatz waren. Deutschland trifft in seinem ersten WM-Vorrundenspiel am 1. Juni in Sapporo auf Saudi-Arabien. Weitere Gegner Deutschlands in Gruppe E sind Irland und Kamerun.

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