Stimmunsgindikatoren weiterhin eingetrübt
Wachstum könnte im Winter zum Erliegen kommen

Der Bundesverband Deutscher Banken (BDB) erwartet eine weiterhin schwache Konjunktur in Deutschland.

Reuters BERLIN. "Zum Jahresende könnte das Wirtschaftswachstum sogar zum Erliegen kommen", teilte der BDB am Montag in seinem November-Bericht mit. Auch für 2003 sei keine rasche Besserung in Sicht. Die Stimmungsindikatoren hätten sich zuletzt weiter eingetrübt.

Inzwischen belaste auch die desolate Finanzlage der öffentlichen Haushalte sowie die geplanten Steuer- und Abgabenerhöhungen die Stimmungslage. Die hohe Arbeitslosigkeit bleibe das zentrale Problem, wobei die Hartz-Vorschläge für einen Abbau zu kurz griffen. Wegen der geringen Inflation böte sich der Europäischen Zentralbank (EZB) Zinssenkungsspielraum, schreibt der BDB weiter. Allerdings könnten niedrigere Zinsen allein die Wirtschaft im Euro-Raum nicht wieder in Schwung bringen.

Das Vertrauen der Menschen in eine nachhaltige Lösung der Finanzprobleme scheine immer mehr zu schwinden. Daher müsse eine noch größere Zurückhaltung bei Konsum, Investitionen und Beschäftigung befürchtet werden. Die gestiegenen Lohnnebenkosten wirkten sich ebenfalls negativ aus.

Vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur und einer niedrigen Inflationsrate könne die EZB zwar die Zinsen senken. Allerdings werde die Entscheidung der Bank schwer gemacht, wenn Grundzüge des Stabilitätspaktes in Frage gestellt würden, schreibt der BDB.

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