"Stinklangweilig"
Brasilien vor Lagerkoller

Nach elf Samba-Abenden ist die Luft raus: Grottenlangweilig ist den brasilianischen Stars in der südkoreanischen Industrie-Stadt Ulsan. Für Unmut sorgt auch die Anweisung von Coach Scolari, dass die Spieler maximal eine Stunde pro Tag telefonieren dürfen.

dpa ULSAN. Den Brasilianern droht der Lagerkoller. Nach nur elf Tagen in ihrem WM-Quartier in der unattraktiven südkoreanischen Industrie-Stadt Ulsan halten es die Weltstars um Ronaldo und Rivaldo vor lauter Langeweile nicht mehr aus. "Mir ist schon stinklangweilig, inzwischen bringt nicht einmal mehr das Surfen im Internet Abwechslung", räumte Ersatztorwart Rogerio Ceni vom FC Sao Paulo ein.

Nicht einmal die freien Tage oder Stunden bedeuten für die "Brasileiros" etwas Unterhaltung. Nur einige wenige gehen in die Einkaufszentren der Stadt. Die meisten schließen sich jedoch in den Zimmern im elften und zwölften Stockwerk des Hyundai-Hotels ein. "Ich habe keine Lust, hier in Korea einkaufen zu gehen. Ich mache das ja nicht einmal in Brasilien", meckert Mittelfeldmann Vampeta.

Bis jetzt hatten sich die Südamerikaner allabendlich bei Samba- Musik in Stimmung gebracht, doch inzwischen wird die Runde immer kleiner. Und einige Spieler mosern hinter vorgehaltener Hand über die Handy-Anordnung von Coach Luiz Felipe Scolari, der die Benutzung von Mobiltelefonen nur eine Stunde pro Tag innerhalb genau festgelegter Uhrzeiten gestattet.

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