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STMicroelectronics korrigiert Prognosen nach unten

Die größte Halbleitergruppe in Europa teilte in Paris mit, der Umsatz werde im zweiten Quartal mit 1,55 bis 1,60 Milliarden Dollar um 16 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal liegen. Die Stimmung an den Börsen sank daraufhin.

Reuters PARIS. Der französisch-italienische Halbleiterhersteller STMicroelectronics hat am Donnerstag seine Umsatz- und Gewinnprognose für das zweite Quartal 2001 nach unten revidiert und damit die Stimmung an den Aktienmärkten gedrückt. Die größte Halbleitergruppe in Europa teilte in Paris mit, der Umsatz werde im zweiten Quartal mit 1,55 bis 1,60 Milliarden Dollar um 16 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal und um 18 Prozent niedriger als im ersten Quartal liegen. Vor zwei Monaten hatte das Unternehmen den Quartalsumsatz mit 1,65 bis 1,80 Milliarden Dollar prognostiziert. Der Kurs der STM-Aktie fiel um 4,23 Prozent auf 38,52 Euro.

STM führte die Revision der Prognose auf den Nachfragerückgang zurück, der die Halbleiterbranche bereits seit Ende 2000 belastet. Das Unternehmen sagte mit Hinweis auf den starken Preiswettbewerb voraus, die Gewinnmarge werde auf 38 Prozent und damit den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren sinken. Zuletzt hatte STM die Gewinnmarge mit 40 bis 42 Prozent prognostiziert.

Analysten sagten, die Revision der Gewinn- und Umsatzprognose bei STM sei nach der Gewinnwarnung des weltgrößten Handy-Herstellers Nokia am Dienstag nicht überraschend gekommen. Die neue Prognose bringe STM näher zu der Experten-Vorhersage über die Entwicklung der gesamten Halbleiterbranche, wonach die Umsätze auf dem weltweiten Chip-Markt in diesem Jahr um 16 bis 18 Prozent zurückgehen.

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hatte am Dienstag mitgeteilt, er rechne wegen des anhaltend schwachen Mobilfunkmarktes im zweiten Quartal 2001 nur noch mit einem Ergebnis je Aktie von 15 bis 17 Cent statt der zuvor angekündigten 20 Cent. Auch die Wachstumsaussichten für das Gesamtjahr seien geringer als ursprünglich angenommen, hatte es geheißen. Die Nokia-Aktien waren am Dienstag um 23 Prozent eingebrochen. Am Donnerstag fiel der Nokia-Kurs um knapp zehn Prozent auf 25,57 Euro.

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