Stockholmer Konvention über langlebige organische Schadstoffe
Bush: USA unterzeichnen Abkommen über Verbot von Umweltgiften

Die USA wollen die Stockholmer Konvention gegen gefährliche Umweltgifte unterzeichnen. Das kündigte Präsident George W. Bush am Donnerstag in Washington an.

dpa WASHINGTON. Nach der herben Kritik an dem US-Ausstieg aus dem Klimaschutzprotokoll von Kyoto begrüßten Umweltgruppen diesen Schritt der Bush-Regierung.

Mit der Stockholmer Konvention über langlebige organische Schadstoffe (POPs für Persistent Organic Pollutants) sollen Produktion und Einsatz der zwölf gefährlichsten Gifte verboten oder zumindest stark eingeschränkt werden. Es handelt sich um Pestizide und in der Industrie verwendete Chemikalien, die Krebs auslösen und zu Störungen des Immun- und Hormonsystems führen. Der Vertrag, über den seit 1997 verhandelt wird, soll am 23. Mai in Stockholm unterzeichnet werden. Er tritt voraussichtlich erst 2004 oder 2005 in Kraft.

"Wir müssen uns dringend dafür einsetzen, das Freisetzen dieser Gifte zu unterbinden oder zumindest stark einzuschränken", sagte Bush. Es handele sich um ein globales Umweltproblem.

Die US-Regierung hatte am Vortag angekündigt, den erlaubten Arsengehalt im Trinkwasser zu senken. Die Leiterin der Umweltschutzbehörde, Christine Todd Whitman, setzte zwar eine Verordnung von Ex-Präsident Bill Clinton außer Kraft, die den Arsengehalt drastisch gesenkt hätte. Doch werde auch der neue Wert deutlich unter dem heutigen Maß liegen, kündigte Whitman an. Zuvor hatte sie die Informationspflicht für Firmen, die Blei verwenden, verschärft.

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