Stoff für 300 000 Joints
Überfall auf Schweizer Hanfbetrieb: 300 Kilo Cannabis erbeutet

Bei einem Überfall auf einen legalen Hanfbetrieb im Schweizer Tessin haben Unbekannte Cannabis-Blüten im Wert von umgerechnet 1,3 Mill. DM (676 000 ?) erbeutet.

dpa SEMENTINA. Das Räubertrio bedrohte die drei Angestellten des Betriebes mit Knüppeln und fesselte sie, teilte die Polizei am Samstag mit. Danach stahlen sie aus dem Lager 300 Kilogramm des berauschenden Krauts und fuhren damit davon. Die Gefesselten brauchten zwei Stunden, um sich zu befreien.

Hanf ist eine alte traditionsreiche Faser- und Ölpflanze, die zum Beispiel für Textilien, Baumaterialien, Papier, Torfersatz, Speiseöl oder in Kosmetik verwendet wird. Der Hanfanbau zu anderen Zwecken als zur Betäubungsmittelgewinnung ist in der Schweiz erlaubt. Wer Hanf anbaut, muss jedoch damit rechnen, dass die Behörden eine Pflanzenanalyse vornehmen, Angaben über den Verwendungszweck verlangen und bei Verdacht auf gesetzwidrige Handlungen ein Verfahren einleiten.

Nach einem Bericht der Zeitung "SonntagsBlick" ist die Tessiner Kantonsregierung für einen straffreien Cannabis-Konsum. Der in Sementina angebaute Hanf werde von Kennern "Ticino Dream" (Tessiner Traum) genannt. Aus den in Sementina geklauten Blüten könnten 300 000 Joints gedreht werden, schreibt die Zeitung.

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