Stoiber gegen US-Alleingänge
Schröder verteidigt Irak-Politik

Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) lehnt einen Alleingang der USA im Irak-Konflikt ab. Mit der Union werde es keine Unterstützung solcher Alleingänge geben, betonte Stoiber am Sonntagabend beim zweiten und letzten Fernsehduell vor der Bundestagswahl in ARD und ZDF.

ddp BERLIN. Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) lehnt einen Alleingang der USA im Irak-Konflikt ab. Mit der Union werde es keine Unterstützung solcher Alleingänge geben, betonte Stoiber am Sonntagabend beim zweiten und letzten Fernsehduell vor der Bundestagswahl in ARD und ZDF. Anders als Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) wolle er aber auch nicht, dass die Drohkulisse gegen den Irak aufgebrochen werde. Schröder verteidigte hingegen sein klares Nein zu einem Irak-Krieg.

Der Bundeskanzler räumte ein, dass es offenbar Meinungsverschiedenheiten zwischen den USA und Deutschland in dieser wichtigen Frage gebe. Dies gefährde jedoch nicht die Freundschaft, "weder zwischen den handelnden Personen noch zwischen den Völkern". In einer solch existenziellen Frage müsse aber auch die Haltung der Bundesregierung klar sein, fügte Schröder hinzu. Und die heiße: Unter seiner Führung werde es keine Beteiligung an einer militärischen Intervention im Irak geben.

Auch Stoiber betonte das Entscheidungsmonopol der UNO für Maßnahmen gegen den Irak. An Schröder gewandt kritisierte der CSU-Chef zugleich, der Ton mache die Musik. Nötig wäre beispielsweise gewesen, mit dem US-Präsidenten über diese Frage zu reden. Es nütze nichts, eine einzelne Position "herauszuposaunen". Mit seinem Vorgehen habe der Kanzler das deutsch-amerikanische Verhältnis beschädigt. Stoiber betonte zudem, er wolle in dieser Frage keinen nationalen Alleingang ohne Abstimmung mit den europäischen Verbündeten.

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