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Stoiber und Huber: Übertragungsrechte für Sportsendungen aufteilen

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und der bayrische Medienminister Erwin Huber (CSU) haben sich für die Aufteilung von Übertragungsrechten für Sportsendungen ausgesprochen. In der "Welt am Sonntag" sagte Stoiber: "Die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten müssen einen größeren Teil der Sportübertragungen den privaten Anstalten überlassen." Huber (CSU) betonte in einem dpa-Gespräch zum Auftakt der Olympischen Spiele: "Das sollten die letzten Olympischen Spiele sein, die auf Kosten der Gebührenzahler nur von ARD und ZDF ausgestrahlt werden."

dpa-afx HAMBURG/MÜNCHEN. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) und der bayrische Medienminister Erwin Huber (CSU) haben sich für die Aufteilung von Übertragungsrechten für Sportsendungen ausgesprochen. In der "Welt am Sonntag" sagte Stoiber: "Die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten müssen einen größeren Teil der Sportübertragungen den privaten Anstalten überlassen." Huber (CSU) betonte in einem dpa-Gespräch zum Auftakt der Olympischen Spiele: "Das sollten die letzten Olympischen Spiele sein, die auf Kosten der Gebührenzahler nur von ARD und ZDF ausgestrahlt werden."

Wie bei der Fußball-WM 2006 sollte es nach Ansicht Hubers ein Mischmodell geben. "Das senkt die Kosten, fördert den Wettbewerb und schont den Geldbeutel der Gebührenzahler."

Derzeit kaufen die öffentlich-rechtlichen Anstalten nach Darstellung Hubers die meisten Sportrechte langfristig auf, weil sie mit den Rundfunkgebühren sichere Einnahmen haben. Allein die europäischen Übertragungsrechte für die Spiele in Athen betragen seinen Angaben zufolge 394 Mill. ?. Das sei mehr als vier Mal so viel wie für die Olympiade in Barcelona 1992 und sogar mehr als 13 Mal so viel wie für die Spiele in Seoul 1988. "Von diesen riesigen Summen tragen ARD und ZDF einen weit überproportionalen Anteil", sagte Huber. Gerade in Zeiten knapper Kassen könnten die öffentlich- rechtlichen Sender nicht auf Kosten der Gebührenzahler immer neue Rekordsummen für Sportrechte ausgeben.

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