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Stoiber zu Wechsel nach Brüssel gedrängt

Berlin (dpa) - Führende CDU-Politiker haben an den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) appelliert, doch noch als EU-Kommissionspräsident nach Brüssel zu wechseln.

Berlin (dpa) - Führende CDU-Politiker haben an den bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) appelliert, doch noch als EU-Kommissionspräsident nach Brüssel zu wechseln.

Brandenburgs CDU-Vorsitzender Jörg Schönbohm sagte der «Bild am Sonntag»: «Edmund Stoiber wäre für den Posten des Kommissionspräsidenten vorzüglich geeignet.» Sollte Stoiber es sich noch einmal überlegen, wäre das gut für die EU und gut für Deutschland, fügte Schönbohm hinzu. «Angela Merkel als Kanzlerin und Edmund Stoiber als Kommissionspräsident - sie wären ein starkes Duo für Europa.»

Schleswig-Holsteins CDU-Chef Peter Harry Carstensen sagte der Zeitung: «Edmund Stoiber sollte noch einmal ernsthaft darüber nachdenken, ob er nicht doch als EU-Präsident nach Brüssel geht. «Mit Stoiber an der Spitze Europas und einer Bundeskanzlerin Angela Merkel könnten wir Deutschland wieder aus dem Jammertal führen.» Auch die EU-Abgeordneten Elmar Brok (CDU) und Markus Ferber (CSU) hatten Stoiber aufgefordert, nach Brüssel zu wechseln.

Vergangenes Wochenende war bekannt geworden, dass Bundeskanzler Gerhard Schröder und der französische Präsident Jacques Chirac dem bayerischen Ministerpräsidenten die Kandidatur um die Nachfolge von Kommissionspräsident Romano Prodi angeboten hatten. Der CSU-Vorsitzende lehnte das Angebot eigenen Angaben zufolge aber ab, weil er sich weiterhin für bayerische und deutsche Interessen einsetzen wolle.

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