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Stolpe-Ressort bestätigt: RAG-Chef Müller soll in Bahn-Aufsichtsrat

RAG-Chef Werner Müller (58) wird nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn.

dpa-afx BERLIN. RAG-Chef Werner Müller (58) wird nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn. Das Kabinett habe dies zwar noch nicht beschlossen, werde die Entscheidung aber in einer seiner nächsten Sitzungen fällen, sagte Ministeriumssprecher Felix Stenschke am Mittwoch auf Anfrage. Der Chef des Essener Energiekonzerns und Ex-Bundeswirtschaftsminister tritt damit die Nachfolge des im Oktober gestorbenen ehemaligen WestLB-Chefs Friedel Neuber an.

Die Bestellung Müllers in den Bahn-Aufsicht sei zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Verkehrsminister Manfred Stolpe (beide SPD) fest beschlossen. "Beide wollten einen erfahrenen Wirtschaftsfachmann", sagte Stenschke. Die Neubesetzung ist nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" auch zwischen Schröder, Aufsichtsratschef Michael Frenzel und Bahnchef Hartmut Mehdorn abgesprochen. Müller, parteiloser Wirtschaftsminister im ersten Kabinett Schröder von 1998 bis 2002, solle im 20köpfigen Aufsichtsrat eine Mittlerrolle einnehmen und versuchen die Belange von Industrie und Wirtschaft mit politischen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

Die Bahn selbst will sich weiter fit für den Börsengang machen, wobei DB und Bundestag erst noch Einvernehmen über die Frage der Abtrennung des Netzes vom Bahnbetrieb oder der von Mehdorn verlangten Beibehaltung eines integrierten Konzern finden müssen. Der Bund ist als Mehrheitsaktionär noch mit drei Sitzen im Aufsichtsrat vertreten.

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