Stopp gefordert
Krebsgesellschaft kritisiert Brustkrebsprogramme

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat die geplanten neuen Behandlungsprogramme für Brustkrebspatientinnen als mangelhaft kritisiert. Es drohe eine "Unterversorgung von Brustkrebspatientinnen in Deutschland", sagte Präsident Prof. Klaus Höffken am Freitag in Berlin.

dpa/HB BERLIN. So blieben die von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) vorgelegten Programme hinter "international längst etablierten Standards und Anforderungen" zurück. Unions-Gesundheitsexperte Horst Seehofer (CSU) forderte einen Stopp der Programme.

Die Krebsgesellschaft warf Schmidt und den Krankenkassen vor, dass finanzielle und politische Interessen bei den Programmen die "Feder geführt" hätten und nicht die Interessen der erkrankten Frauen. Seehofer forderte, die Programme müssten zusammen mit Experten der Krebsgesellschaft und der Gesellschaft für Gynäkologie überarbeitet und dem internationalen Standard angepasst werden.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sieht unterdessen in der Bürokratie eine Ursache für die Finanzmisere der Krankenkassen. Für die Zahnarztpraxen werde es immer schwieriger, Planungen vorzunehmen, weil sich im zweijährigen Rhythmus die gesetzlichen Grundlagen änderten, sagte der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, Rolf-Jürgen Löffler. Er forderte mehr Transparenz und weniger "Überwachungsbürokratie".

Die Kritik der Kassen an den Abrechnungspraktiken der Ärzte und Zahnärzte wies Löffler zurück. Die Krankenkassen hatten den Ärzten vorgeworfen, durch Abrechnungsbetrug jährlich einen Schaden von mindestens einer Milliarde Euro zu verursachen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%