Story an Illustrierte und TV verkauft
Staatsanwalt ermittelt gegen angeblichen Terroristen-Fluglehrer

Die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt gegen einen Fluglehrer, der nach eigenen Angaben Schnupperflüge mit einem der späteren Todespiloten von New York unternommen haben will. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Friedrich Apostel, bestätigte am Montag, dass Ermittlungen aufgenommen worden seien.

ap BONN. Vorwurf sei aber nicht etwa die Unterstützung von Terroristen, sondern der Verdacht des Betruges. Die Geschichte des Fluglehrers sei möglicherweise erfunden, sagte Apostel.

Der Fluglehrer Ralf Gross hatte seine Geschichte exklusiv an eine Illustrierte und einen Fernsehsender verkauft. Er erzählte, er sei im Sommer 2000 mit einem Interessenten, der der Terrorpilot Marwan Al Shehhi gewesen sein könne, zu zwei Schnupperflügen in einem Ultraleichtflugzeug gestartet. Die Flüge hätten vom Flugplatz Hangelar bei Bonn aus auch über die Chemieanlagen von Wesseling südlich von Köln sowie über das Bundesverteidigungsministerium auf der Hardthöhe in Bonn geführt. Al Shehhi hat nach Ansicht der Ermittler am 11. September die zweite Maschine in das World Trade Center in New York gesteuert.

Das Bundeskriminalamt hatte nach den Aussagen des Fluglehrers Ermittlungen aufgenommen. Allerdings wurden offenbar keine Belege über die Schnupperstunden in den Flugbüchern gefunden. Es gebe Ungereimtheiten in den Angaben von Gross, die die Staatsanwaltschaft jetzt klären wolle, sagte Apostel.

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