Strafanzeige gegen Lederer
Babcock-Ermittlungen werden möglicherweise übertragen

Die Duisburger Staatsanwaltschaft erwägt, das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Babcock-Chef Klaus Lederer und weitere Vorstände an die Düsseldorfer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftssachen zu übertragen.

Reuters DÜSSELDORF. Der Duisburger Staatsanwalt Rolf Haferkamp begründete am Montag entsprechende Überlegungen mit dem enormen Umfang des Verfahrens. Voraussichtlich müssten große Mengen Beweismaterial gesichtet werden, wozu man sicher auch Fachleute wie Buchprüfer brauche. Ende der Woche solle entschieden werden, welche Behörde die Ermittlungen führen solle.

In der vorigen Woche hatte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) bei der Duisburger Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Lederer und weitere nicht namentlich genannte Babcock-Verantwortliche gestellt. Die DSW beschuldigt Lederer der Untreue zu Lasten der Gesellschaft. Außerdem wirft sie ihm vor, auf der Hauptversammlung im Frühjahr falsche Auskünfte gegeben und damit den Aktienkurs von Babcock manipuliert zu haben.

Die Zahlungsunfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbauers Babcock Borsig AG wird in der Belegschaft wie auch unter Banken vor allem auf Fehler des Managements, insbesondere auf die Trennung vom lukrativen Schiffbau zurückgeführt. Lederer stand bis Juni an der Spitze des Konzerns und hatte im März die Hälfte der Babcock-Beteiligung an der Werft HDW an den US-Investor One Equity Partners (OEP) verkauft.

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