Strafanzeige umstritten
Neue Vorwürfe gegen Mayer-Vorfelder

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder muss sich mit neuen Anschuldigungen auseinandersetzen. Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten ist gegen den Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und ehemaligen Präsidenten des VfB Stuttgart eine anonyme und von der SPD veröffentlichte Strafanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet worden.

sid STUTTGART. Der VfB soll "MV" schon während dessen aktiven Zeit als Finanzminister zwischen 1992 und 1996 Gelder überwiesen haben, von denen zumindest die aus dem Jahr 1992 nicht versteuert worden sein soll. Mayer-Vorfelders Büroleiter Jan Lengerke erklärte indes, es ginge nur um Auslagen, für die der heutige DFB-Boss vom Klub eine jährliche Pauschale erhalten habe. Im Jahr 1992 bekam "MV", der sich am Donnerstag beim Kongress der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in Stockholm zur Wahl ins Exekutiv-Komitee des Weltverbandes Fifa gestellt hatte, offenbar 10 600 Euro (20 000 Mark) überwiesen.

Lengerke sagte den Stuttgarter Nachrichten, die Steuerzahlungen für diese Summe habe Mayer-Vorfelder unglücklicherweise "übersehen". Der Büroleiter wehrte sich dennoch weiter gegen die Darstellung, Mayer-Vorfelder habe sich beim Finanzamt Stuttgart selbst angezeigt, um eine mögliche Bestrafung zu umgehen. Da "MV" nur Auslagen wie beispielsweise Telefonkosten erstattet bekam, kann von einer Steuerhinterziehung keine Rede sein. Hinzu kommt: Da der Vorfall mittlerweile zehn Jahre zurückliegt, sei der Fall strafrechtlich längst verjährt.

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