Strafe bis lebenslänglich möglich
„Schuhbomber" Reid bekannte sich schuldig

Der als "Schuhbomber" bekannte Brite Richard Reid hat sich in den USA des versuchten Anschlags auf ein Flugzeug schuldig bekannt. Vor einem Richter in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) akzeptierte er am Freitag nach Fernsehberichten alle acht Anklagepunkte. Das Strafmaß soll am 8. Januar kommenden Jahres verkündet werden.

HB/dpa WASHINGTON. Reid muss mit einer Haftstrafe von 60 Jahren bis lebenslänglich rechnen.

Der "Schuhbomber" hatte sich nach Angaben seiner Anwälte zu dem überraschenden Schritt entschlossen, um einen Prozess zu vermeiden und seiner Familie negative Publicity zu ersparen. Reid war am 22. Dezember vergangenen Jahres auf einem Flug von Paris nach Miami in letzter Minute daran gehindert worden, in einem Schuh versteckte Sprengsätze zu zünden. An Bord der Maschine waren 197 Passagiere.

Am Freitag sollte außerdem der 21-jährige "amerikanische Taliban" John Walker Lindt verurteilt werden. Er kann Gefängnis bis zu 20 Jahren erhalten, nachdem er sich Mitte Juli vor einem Gericht in Alexandria in Washington in zwei von zehn Anklagepunkten schuldig bekannt hatte.

Walker Lindh gab zu, den Taliban in Afghanistan geholfen und Sprengstoff mit sich geführt zu haben. Schwerer wiegende Vorwürfe wurden fallen gelassen, darunter, dass er als "unrechtmäßiger Kämpfer" an einer Verschwörung des Terroristenchefs Osama bin Laden zur Tötung von US-Bürgern teilgenommen habe. Walker Lindh arbeitet mit den Behörden in Terrorismus-Verfahren zusammen.

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