Strafe „exzessiv“ und „rechtlich maßlos"
Philip Morris kann aufatmen

Ein Richter in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) hat die 28-Milliarden-Dollar-Strafe gegen den Tabak- Konzern Philip Morris größtenteils zurückgenommen. Er reduzierte die Schadenersatzzahlung an eine krebskranke Frau drastisch auf "nur" noch 28 Mill. Dollar

dpa/rtr LOS ANGELES. Die Rekord-Strafe, die eine Jury im vergangenen Oktober in einem Prozess der Raucherin gegen den Konzern verhängt hatte, kritisierte Richter Warren Ettinger vom Superior Court in Los Angeles jetzt als "exzessiv" und "rechtlich maßlos".

Im Oktober war der Tabak-Gigant Philip Morris unter anderem wegen Betrugs und Fahrlässigkeit schuldig gesprochen und zur Zahlung einer Strafe von 28 Mrd. Dollar verurteilt worden. Es war die höchste jemals gegen einen Tabak-Hersteller verhängte Strafe. Außerdem musste der Konzern der an Lungenkrebs erkranten Raucherin 850 000 Dollar Entschädigung zahlen.

Die 64-jährige Klägerin Betty Bullock hatte im Alter von 17 Jahren mit dem Rauchen begonnen. Sie hatte den weltgrößten Zigarettenhersteller in dem Prozess für ihre Tabak-Abhängigkeit verantwortlich gemacht und ihm vorgeworfen, die Gefahren des Rauchens nicht deutlich gemacht zu haben.

Die Richterin des Gericht erklärte am Mittwoch, sie werde ein neues Verfahren anordnen, sollte die Klägerin das Urteil anfechten. Das ursprüngliche Urteil war die höchste Strafe in einem Tabak-Prozess in den USA. Bei Philip Morris war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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