Straffes Kostenmanagement
ProSiebenSat.1 Media AG legt Quartalszahlen vor

Der Münchener Medienkonzern ProSiebenSat.1 Media AG legt am Mittwoch den Bericht für das dritte Quartal vor. Nach Ansicht von Analysten sind mögliche Details zur Fusion mit KirchMedia weitaus interessanter als die Zahlen, zumal keine Überraschungen bei dem M-Dax-Wert erwartet würden.

ddp/ vwd MÜNCHEN. Friedrich Schellmoser von der Hypo-Vereinsbank sagte, es sei bekannt, dass es bei den Fernsehsendern weltweit nicht gut laufe. Nach Ansicht von Schellmoser wird der Umsatz im dritten Quartal auf 403 Mill. Euro (788 Mill. DM) und damit um 6,4 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sinken. Das Ergebnis vor Steuern werde sich auf minus 27 Mill. Euro belaufen. Ein Verlust im zuschauerschwachen dritten Quartal sei jedoch nicht außergewöhnlich.

Der Filmrechtehändler und TV-Konzern KirchMedia, auf den ProSiebenSat.1 verschmolzen wird, hatte Anfang der vergangenen Woche für das erste Halbjahr trotz des schwierigen Werbeumfelds Ergebnis und Umsatz deutlich gesteigert. Unter Berücksichtigung der erstmals pro Forma voll in der Konzernrechnung enthaltenen ProSiebenSat.1 Media AG stiegen die Erlöse in den ersten sechs Monaten um 15 % auf 1,6 Mrd. Euro (3,25 Mrd. DM). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich um 42 % auf 263 Mill. Euro. Dabei profitierte das Unternehmen vor allem von einer Margenverbesserung im Handel mit Film- und Sportrechten. Die Fusion mit der ProSiebenSat.1 Media, die bislang zu rund 52,2 % der KirchMedia gehört, liegt nach Unternehmensangaben im Zeitplan. Nach der Verschmelzung der Unternehmen soll die neue Mediengruppe im Laufe des Jahres 2002 als neuer Titel an der Börse notiert werden.

Ende September hatte ProSiebenSat.1 seine Umsatz- und Gewinnerwartungen für 2001 nach unten korrigiert. Grund dafür seien die Terroranschläge in den USA, hieß es. Im Vergleich zum Rekordjahr 2000 rechne man jetzt mit einem Umsatzrückgang von 4 %. Der Jahresüberschuss werde voraussichtlich um rund 10 % niedriger ausfallen als im Vorjahr. Bisher war die Mediengruppe trotz des schwierigen Marktumfelds davon ausgegangen, das Konzernergebnis vor Steuern dank eines straffen Kostenmanagements auf dem Vorjahresniveau halten zu können. Die ProSiebenSat.1-Aktie hat ihre seit Jahresbeginn anhaltende Talfahrt jetzt offenbar inzwischen gestoppt. Von einem Kurs von knapp 39 Euro Anfang Februar war das Papier bis Anfang Oktober auf 4,20 Euro abgerutscht. Am Dienstag notierte die Aktie bei 6,70 Euro.

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