Straffes Kostensenkungsprogramm für die Bier-Sparte
Brau und Brunnen streicht 400 Stellen

Der Aufsichtsrat des Dortmunder Getränkekonzerns hat das Sanierungskonzept des Vorstands für die Bier-Sparte gebilligt. Bis 2003 wird an einigen Stellen der Rotstift angesetzt.

dpa/rtr DORTMUND. Der Dortmunder Getränke-Konzern Brau und Brunnen will in den kommenden drei Jahren bis zu 400 Stellen abbauen. Damit sollen im Geschäftsbereich Bier die Personalkosten nachhaltig gesenkt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Dortmund mit. Der Stellenabbau sei Bestandteil des vom Vorstand entwickelten und nun vom Aufsichtsrat verabschiedeten Sanierungsprogramms für die Bier-Sparte.

Straffes Kostensenkungsprogramm vorgesehen

Im Zuge der Sanierung werde Brau und Brunnen ein straffes Kostensenkungsprogramm durchsetzen, das alle Kostenarten mit Ausnahme der Marketing-Aufwendungen umfasse, hieß es. Angaben über die Schließung von Brauerei-Standorten wurden nicht gemacht.

Gemäß dem Sanierungsprogramm soll die im April diesen Jahres eingeführte Marke "Frankfurter Pilsener" ab 2001 ein selbstständiges Unternehmen innerhalb der Brau und Brunnen-Gruppe sein und ihr Marken-Portfolio in Eigenregie führen. Die Berliner Schultheiss-Brauerei soll nach Unternehmensangaben ihr Geschäft auf die Marke "Berliner Pilsener" konzentrieren. Mit der Biermarke werde eine Führungsposition auf dem Berliner Markt angestrebt.

Union-Ritter-Brauerei bleibt als strategischer Standort bestehen

Die Düsseldorfer Brau und Brunnen-Tochter "Schlösser Alt" solle ihr Hauptgeschäft auf die Fassbier-Produktion ausrichten, hieß es. Als strategischer Standort soll die Dortmunder Union-Ritter-Brauerei mit der Spitzenmarke "Brinkhoff´s" bestehen bleiben. Freie Kapazitäten der Brauerei sollen mit der Abfüllung anderer Biermarken aus der Unternehmensgruppe ausgelastet werden.

Brau und Brunnen sei zuversichtlich, dass die Getränkegruppe nach den beschlossenen Anpassungen widerstandsfähiger gegenüber Absatzschwächen sein werde, erklärte Vorstandschef Rainer Verstynen. Brau und Brunnen hatte im August für das erste Halbjahr 2000 im Geschäftsfeld Bier einen Fehlbetrag von 27 Mill. DM ausgewiesen. Dies führte zu einem Verlust im Konzern von 18 Mill. DM. Für das Gesamtjahr hatte Brau und Brunnen erneut einen Fehlbetrag in Aussicht gestellt.

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