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Strafprozess gegen Chodorkowski fortgesetzt - Neues Yukos-AngebotDPA-Datum: 2004-07-12 13:41:52

(dpa-AFX) Moskau - Vor dem Hintergrund drohender Pfändungen beim russischen Ölkonzern Yukos < Yusa.MUN > ist in Moskau der Strafprozess gegen den Mehrheitseigner Michail Chodorkowski fortgesetzt worden. Der beim Kreml in Ungnade gefallene Großindustrielle sowie der ebenfalls angeklagte Yukos-Miteigentümer Platon Lebedjew nahmen an der Verhandlung am Montag in einem Moskauer Gericht teil. Ihnen werden Betrug, Steuerhinterziehung und die Bildung einer kriminellen Bande zur Last gelegt. Am Vorabend war ein neues Milliarden-Angebot von Yukos zur Tilgung der Steuerschulden bekannt geworden.

(dpa-AFX) Moskau - Vor dem Hintergrund drohender Pfändungen beim russischen Ölkonzern Yukos < Yusa.MUN > ist in Moskau der Strafprozess gegen den Mehrheitseigner Michail Chodorkowski fortgesetzt worden. Der beim Kreml in Ungnade gefallene Großindustrielle sowie der ebenfalls angeklagte Yukos-Miteigentümer Platon Lebedjew nahmen an der Verhandlung am Montag in einem Moskauer Gericht teil. Ihnen werden Betrug, Steuerhinterziehung und die Bildung einer kriminellen Bande zur Last gelegt. Am Vorabend war ein neues Milliarden-Angebot von Yukos zur Tilgung der Steuerschulden bekannt geworden.

Der bis vor kurzem noch größte russische Ölkonzern bot den Behörden eine stufenweise Zahlung von insgesamt 6,5 Milliarden Euro an. Yukos muss mit Steuernachforderungen von insgesamt bis zu zehn Milliarden Euro für die Jahre 2000 bis 2003 rechnen. Der bislang hoch profitabel arbeitende Konzern ist nach einem ersten rechtskräftigen Urteil seit der Vorwoche im Verzug mit der Rückzahlung von 2,8 Milliarden Euro (99 Milliarden Rubel) für das Steuerjahr 2000. Finanzminister Alexej Kudrin hatte am Freitag betont, es würden keine Teilzahlungen akzeptiert.

Es gilt in Moskau als sicher, dass die Steuerverfahren gegen Yukos und der Strafprozess gegen dessen Eigentümer im Zusammenhang stehen. "Die Urteile gegen Chodorkowski und Lebedjew werden davon abhängen, ob im Steuerstreit ein Kompromiss zwischen Konzern und Behörden gefunden wird", schrieb die Investmentgesellschaft Renaissance Capital. Lebedjew sitzt seit Anfang Juli 2003, Chodorkowski seit Ende Oktober 2003 in Untersuchungshaft.

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