Strafvorwürfe wegen Untreue und Kapitalanlagebetrug
Bankgesellschaft will Regress von Ex-Vorständen

Die Bankgesellschaft Berlin will einem Bericht der "Berliner Zeitung" zufolge einige ihrer früheren Top-Manager zu millionenschweren Regresszahlungen verpflichten. Die Bank berufe sich dabei auf Schäden, die der Immobiliendienstleistungstochter IBG aus dem Kauf von knapp 4 000 Plattenbauwohnungen der Aubis-Gruppe im Jahr 1997 entstanden seien, berichtete die Zeitung am Mittwoch.

rtr BERLIN. Die Rechtsberater der Bankgesellschaft gingen davon aus, dass der Aufsichtsrat der IBG bei der Entscheidung zum Ankauf der Aubis-Wohnungen durch die IBG seine Pflichten verletzt habe, hieß es unter Berufung auf interne Dokumente. Das Kontrollgremium, dem unter anderem auch der ehemalige BerlinHyp-Chef Klaus Landowsky angehörte, sei von dem früheren Konzernchef Wolfgang Rupf geführt worden.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hatte am Dienstag im Zuge der Ermittlungen zur Bankgesellschaft Privaträume ehemaliger Spitzenmanager der Bank durchsuchen lassen. Die Justiz teilte mit, betroffen seien die Privaträume von 14 Personen gewesen, die als Beschuldigte in zwei verschiedenen Verfahren in Betracht kämen. Zu diesen Verdächtigen zählen Justizkreisen zufolge auch Rupf und Landowsky. Ein Justizsprecher sagte, es gehe um Strafvorwürfe der Untreue und des Kapitalanlagebetrugs im Zusammenhang mit Immobilienfonds des Konzerns. Bankmanager der Immobilientöchter hätten überteuerte und unrentable Objekte für die Fondsgesellschaften der Bank gekauft, bei denen dann Schäden in Millionenhöhe entstanden seien.

Geschäftsführern der Immobilientöchter IBG, IBV und der Bavaria Objekt und Baubetreuung GmbH werde insbesondere vorgeworfen, Objekte überteuert gekauft zu haben, ohne die tatsächlichen Ertragsaussichten zu prüfen, sagte der Justizsprecher. Bei den Fondgesellschaften und der IBG habe dies wegen bestimmter Mietgarantien dadurch zu einem Schaden in Millionenhöhe geführt.

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