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Strahlen gegen Milzbrand in der Post

Im Kampf gegen eine weitere Verbreitung von Milzbrandsporen hat die amerikanische Post damit begonnen, Briefe zu bestrahlen.

dpa/rtr WASHINGTON. Das teilte ein Post-Sprecher am Montag in Washington mit. Sie hatte insgesamt acht Bestrahlungssysteme im Wert von fast 40 Mill. Dollar bei einem kalifornischen Unternehmen bestellt.

Im Großraum der Bundeshauptstadt Washington und in New York/New Jersey werden inzwischen insgesamt 13 000 Menschen vorsichtshalber mit Antibiotika gegen eine Ansteckung durch Anthrax behandelt. 557 Mitarbeiter des Bundesgesundheitsministeriums sind nach Angaben von Minister Tommy Thomson ausschließlich damit beschäftigt, Gefahren des Bioterrorismus abzuwehren.

Milzbrand-Spuren in Poststelle des obersten US-Gerichts

In der Poststelle des Obersten Gerichtshofes in Washington sind nach Angaben einer Gerichtssprecherin Milzbrand-Erreger nachgewiesen worden. Tests bei Mitarbeitern der Poststelle seien aber negativ gewesen, teilte ein Wissenschaftler der US-Regierung am Montag mit. 400 Bedienstete seien getestet worden. Das Gerichtsgebäude war untersucht worden, nachdem in einer Außenstelle des Gerichts am Freitag Milzbrand-Sporen entdeckt worden waren. Das Gerichtsgebäude sollte auch am Dienstag geschlossen bleiben, sagte die Sprecherin.

Zuvor waren bereits nach Anschlägen von unbekannten Attentätern mit verseuchten Briefen Milzbrand-Sporen in Postaußenstellen des Präsidialamtes, des Justizministeriums, des Außenministeriums, des Kongresses, des Geheimdienstes CIA und bei der Bundespost gefunden worden. 13 Menschen infizierten sich, drei Menschen starben an der gefährlichsten Milzbrand-Form, dem Lungenmilzbrand. Presseberichten zufolge werden die Täter inzwischen unter amerikanischen Extremisten vermutet und nicht in der Organisation El Kaida des moslemischen Extremisten Osama bin Laden. Sie wird für die Anschläge mit entführten Flugzeugen am 11. September verantwortlich gemacht, bei denen etwa 5000 Menschen starben.

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