Straßen nach Montenegro werden kontrolliert
Nato fahndet nach Unterstützern Karadzics

Nato-Soldaten haben in Bosnien ihre Suche nach dem wegen Kriegsverbrechen gesuchten früheren Anführer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, am Donnerstag fortgesetzt.

Reuters CELEBICI. Der Einsatz ziele auf die Operationsbasis Karadzics und auf seine Unterstützer rings um das Dorf Celebici im Osten Bosniens, teilten die von der Nato geführten SFOR-Truppen mit. Ein SFOR-Sprecher sagte, die am Mittwoch begonnene Suche werde in der Region fortgesetzt. Dort hatte die SFOR im Februar und März vergeblich nach Karadzic gesucht, dem das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag Völkermord vorwirft.

Auf den Straßen nach Montenegro wurden Fahrzeuge und Passanten kontrolliert. Karadzic wird in Montenegro oder im angrenzenden Bosnien vermutet. Die SFOR betonte, ihr Einsatz ziele nicht auf die Festnahme von Karadzics selbst. Vielmehr solle das Netz um ihn enger gezogen werden.

Deutsche SFOR-Soldaten errichteten Sperren auf zwei Straßen, die in die Berge von Montenegro führten. Sie durchsuchten Busse nach Waffen und befragten die Fahrgäste. Französische Soldaten errichteten einen Kontrollposten an der Straße bei Foca.

Das Uno-Tribunal in Den Haag macht Karadzic und seinen Armeechef Ratko Mladic verantwortlich für das Massaker an rund 8 000 Moslems in Srebrenica im Jahr 1995 und für die Belagerung von Sarajevo, bei der mehr als 10 000 Menschen getötet wurden.

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