Straßen werden repariert: Helfer verteilen Lebensmittel in Goma

Straßen werden repariert
Helfer verteilen Lebensmittel in Goma

Eine Woche nach dem Vulkanausbruch nahe der Stadt Goma in Kongo haben Rettungskräfte am Donnerstag ihre Hilfsmaßnahmen massiv verstärkt. Sie verteilten Lebensmittel an die Bevölkerung und reparierten Straßen.

dpa NAIROBI. Die Helfer setzten die Wasserversorgung der Stadt in Gang und erkundeten das Gelände, um Lager für die Obdachlosen zu errichten. Nach Schätzungen haben rund 12 000 Familien (rund 100 000 Menschen) durch den Ausbruch vom vergangenen Donnerstag ihre Häuser verloren. Die UN erwägen, auch die ehemaligen Flüchtlingslager aus der Zeit des Völkermordes in Ruanda zu nutzen, die damals rings um Goma entstanden.

Danach könnten zwei große Hallen an zwei Stellen westlich der Stadt errichtet werden, wo zwischen 1994 und 1996 zwei Mill. Flüchtlinge lebten. So könne Goma entlastet werden, sagte Paul Stromberg, Sprecher des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge. Die internationalen Helfer kümmern sich vor allem um Kinder, die während der Katastrophe von ihren Eltern getrennt wurden. "Jeder versucht hier alles zu tun, um neben der Wasser- und Nahrungsmittelversorgung mit dem Aufbau von Gebäuden und der Instandsetzung von Straßen zu beginnen", berichtete Stromberg.

Spezialisten untersuchten den Flughafen von Goma. Sie schätzten, dass etwa zwei Kilometer der teilweise von der Lava zerstörten Landebahn genutzt werden können. Caritas Deutschland plant, am Freitag ein Flugzeug mit Hilfsgütern von Billund in Dänemark nach Kigali in Ruanda zu schicken. Vor dort soll die Ladung nach Goma transportiert werden.

Eine Sprecherin des UN-Ernährungsprogramms, Laura Melo, sagte, die Verteilung von Lebensmitteln werde verstärkt fortgesetzt. Die Hilfe erreiche die Menschen jetzt von zehn Stationen rund um die zerstörte Stadt aus. Nach Angaben von Melo haben am Donnerstag die Erdbeben deutlich nachgelassen. Die Behörden haben wieder damit begonnen, die Grenze zwischen Kongo und Ruanda zu kontrollieren. Rund 5100 obdachlose Vulkan-Flüchtlinge aus Goma sind noch in Nkamira in Ruanda, Hunderttausende sind bereits in ihre zerstörte Heimat zurückgekehrt.

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