Strategie von France Telecom für Deutschland
Kommentar: FT-Chef ist nicht zu beneiden

France Telecoms neuer Boss Thierry Breton ist nicht zu beneiden. Er wollte sich sputen und binnen nur zwei Monaten einen neuen Plan für den halbstaatlichen Telefonriesen entwickeln.

HB/abo PARIS. Aber nichts da: Seit seinem ersten Tag setzt ihn die brennend heiße Affäre Mobilcom unter Druck. Denn die finanziellen Belastungen und strategischen Auswirkungen, die dabei auf dem Spiel stehen, dürften den Neuanfang bei France Télécom überschatten. Auch wenn die Summen, die als Nachschuss bei den Verhandlungen von France Télécom mit dem Mobilcom-Beauftragten Vogel zur Debatte stehen, sicher lange nicht so hoch ausfallen werden, wie es interessierte Kreise in Büdelsdorf und Berlin weismachen wollen, dürfte der Schnitt zwischen den Franzosen und ihrem ungeliebten deutschen Partner nicht werden, wie sich das Bretons Vorgänger zuletzt schon gewünscht hatte.

Die wesentliche Frage berührt aber die Position der Franzosen am größten Mobilfunkmarkt Europas: Nach der geplatzten Allianz mit der Deutschen Telekom und dem verpatzten Einstieg bei E-Plus scheitert nun der dritte Anlauf des im übrigen Europa sehr gut aufgestellten Konzerns, in Deutschland Fuß zu fassen. Diesmal wurde dabei ein nahezu zweistelliger Milliardenbetrag versenkt.

Es fragt sich also, ob dem Konzern sich die Tür um deutschen Markt offen halten will - und sei es, in dem er nicht doch bei Mobilcom in irgend einer Form engagiert bleibt. Bei den Verhandlungen mit den Deutschen geht es also um mehr als nur um Geld und Zinsen.

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