Strategiewechsel möglich
Opel-Chef Hendry dämpft Erwartungen auf rasche Ertragswende

Der Autohersteller Opel hat die Erwartungen auf eine rasche Wende bei Ertrag und Absatz gedämpft.

dpa-AFX MAINZ/RÜSSELSHEIM. "Bevor sich die Konjunktur in der Automobilbranche derart nach unten bewegte, war ich der Ansicht, in diesem Jahr kommt der Wendepunkt", sagte der Opel-Vorstandsvorsitzende Robert Hendry der Mainzer "Allgemeinen Zeitung". "Die Entwicklung sieht jetzt etwas anders aus." Dennoch gebe er die Hoffnung nicht auf, dass die Wende in diesem Jahr doch noch zu schaffen sei. Möglicherweise müsse aber noch im Juli die Strategie überarbeitet werden. Sein Ausstieg bei Opel stehe aber nicht zur Diskussion, betonte Hendry.

Rückläufiger Marktanteil

Die Adam Opel AG in Rüsselsheim hat nach früheren Angaben in den ersten fünf Monaten dieses Jahres erneut einen Rückgang bei den Zulassungszahlen auf 183 000 hinnehmen müssen, nach 226 000 Zulassungen im Jahr davor. Der Marktanteil reduzierte sich dadurch abermals von 13,5 auf 12,2 %. Im Geschäftsjahr 1999 verzeichnete Opel einen operativen Verlust von 225 Mill. DM, der Umsatz war jedoch auf den Rekord von 32 Mrd. DM gestiegen. Die Konzernmutter General Motors hat inzwischen eine Allianz mit Fiat gebildet.



Bei ausbleibender Trendwende könnte die Strategie überarbeitet werden

"Niemand hat erwartet, dass der deutsche Markt sich im ersten Halbjahr derart nach unten entwickelt", meinte Hendry. Im Juni sollte die Konjunktur in der Branche eigentlich anziehen, sei stattdessen aber weiter nach unten gegangen. "Daher werde ich sehr genau beobachten, wie sich die Situation im Juli entwickelt. Wenn es weiter nach unten geht, müssen wir unsere Strategie natürlich überarbeiten."

Die Hälfte des Produktionsrückgangs in diesem Jahr führt Hendry darauf zurück, dass Opel nicht genug Dieselmotoren im Angebot hat. Er sei sicher, dass mit der beschlossenen Kapazitätserhöhung und der Modelloffensive der Marktanteil bald wieder steigen könne. Die Zahl der Beschäftigten wird sich nach Einschätzung Hendrys in etwa fünf Jahren stabilisiert haben oder sogar leicht steigen. In Rüsselsheim sei der Bau eines neuen Sechs-Gang-Getriebes geplant. Das werde zusätzliche Jobs in die Heimat des Unternehmens bringen.

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