Strategischer Insolvenzantrag
Weitere Babcock-Tochter stellt Insolvenzantrag

Mit der Krantz TKT hat ein weiteres Tochterunternehmen des Maschinen- und Anlagenbauers Babcock Borsig Antrag auf Insolvenz gestellt. Die Verhandlungen mit Interessenten über eine Übernahme der Gruppe mit 4300 Mitarbeitern würden fortgeführt.

rtr DüSSELDORF. Der Antrag sei am späten Donnerstagabend beim Amtsgericht Köln gestellt worden, teilte der Anbieter von Gebäudetechnik am Freitag in Bergisch-Gladbach mit. Damit sind zusammen mit der Muttergesellschaft bereits 36 des rund 300 Firmen umfassenden Oberhausener Maschinen- und Anlagenbaukonzerns zahlungsunfähig.

Nach Angaben des neuen Babcock-Vorstandschefs Horst Piepenburg handelt es sich auch bei der Krantz-Gruppe um strategische Insolvenzanträge. Mit solchen Anträgen sollten der Zusammenhalt der Konzerngesellschaften auch in der Insolvenz gesichert und die einzelnen Gesellschaften unter den Schutz der Insolvenzordnung gestellt werden. Nicht betroffen von dem Insolvenzantrag seien die Krantz-Beteiligungen Lufthansa Gebäudemanagement-Gruppe, Syntas EnergieManagement GmbH, TKT Polska sowie Saudi TKT. Die Gespräche mit Interessenten für eine Übernahme gingen bereits am Wochenende weiter, teilte Krantz mit.

Bevor der Insolvenzantrag gestellt worden sei, sei dem Bankenkreis ein strategischer Investor präsentiert worden, der erhebliche Mittel bereitstellen wollte. Trotzdem seien die Banken nicht bereit gewesen, einem Unternehmen aus dem Babcock-Borsig-Verbund zu trauen, hieß es weiter. Im Geschäftsjahr 2000/2001 (zum 30. September) verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Auftragseingang von 662 Mill. ? bei einem Umsatz von 637 Mill. ?. Babcock Borsig und die Tochter Babcock Borsig Power hatten schon vor gut einer Woche Insolvenzantrag gestellt.

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