Strecke Frankfurt - Berlin
Gericht: Lufthansa muss teurer als Germania sein

Die Lufthansa darf nicht mit Billigflügen auf der Strecke Frankfurt - Berlin gegen den Mitbewerber Germania konkurrieren.

AP DÜSSELDORF/BONN. Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab dem Bundeskartellamt gegen eine Beschwerde der Lufthansa weitgehend Recht, wie beide Seiten übereinstimmend bestätigten.

Die Richter legten in ihrer vorläufigen Entscheidung für die Lufthansa pro einfacher Strecke bis zu einem Preis von 129,50 Euro einen Abstand von mindestens 30,50 Euro zum Angebot der Germania fest. Germania bietet seit 12. November vergangenen Jahres Flüge zwischen Frankfurt und Berlin zum Preis von 198 Euro für Hin- und Rückflug und 99 Euro für die einfache Strecke an. Die auf dieser Verbindung nach Angaben des Kartellamtes mit einem Anteil von 85 Prozent Markt beherrschende Lufthansa hatte bis dahin 485 Euro für Hin- und Rückflug verlangt. Mit dem Einstieg von Germania bot sie aber auch Tickets für 200 Euro und seit 1. Januar für 210 Euro an.

Die Aufsichtsbehörde warf der Lufthansa daraufhin vor, Verluste bewusst in Kauf zu nehmen, um Germania aus dem Markt zu drängen. Daher müsse der Konzern zwei Jahre lang bis zu einem Preis von 134 Euro für die einfache Strecke einen Abstand von 35 Euro zur Germania einhalten. Gegen diese Entscheidung legte das Unternehmen Beschwerde ein.

Die Düsseldorfer Richter senkten in ihrer vorläufigen Entscheidung aber lediglich den Preisabstand etwas ab. Lufthansa-Vorstand Ralf Teckentrup sprach von einem "schwarzen Tag für den europäischen Luftverkehr". Dagegen begrüßte Kartellamtspräsident Ulf Böge den Richterspruch.

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