Strecke in Schanghai als Test für die weitere Nutzung
Bodewig strebt weitere Transrapid-Strecken in China an

Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) will der deutschen Magnetschwebebahn Transrapid in China den Weg für weitere Strecken ebnen. Bei seinem China-Besuch gehe es darum, ein gutes Klima für den Transrapid zu schaffen, sagte Bodewig nach Angaben seines Sprechers Michael Zirpel am Freitag bei seiner Ankunft in Peking.

dpa PEKING. Der Verkehrsminister strebe während seines einwöchigen Aufenthalts in China die Unterzeichnung eines Memorandums an, mit dem beide Länder einen Informationsaustausch über die erste kommerzielle Transrapid-Strecke in Schanghai vereinbaren.

Die 33 Kilometer lange Strecke in Schanghai soll Anfang 2003 den Probetrieb aufnehmen und gilt als Test für die weitere Nutzung der deutschen Technologie in China. Ebenfalls 2003 will China über die Zugtechnologie für eine 1 300 Kilometer lange Verbindung zwischen Peking und Schanghai entscheiden. Auch wenn China sich dann gegen die Magnetschwebebahn und für die herkömmliche Rad-Schiene-Technologie ausspreche, sei das Projekt für Deutschland interessant, meinte Zirpel. Bodewig will am Sonntag in Schanghai die Transrapid-Strecke zwischen dem Flughafen Pudong und dem Stadtzentrum besichtigen. Baubeginn für das etwa 2,5 Mrd. DM (1,3 Mrd. Euro) teure Projekt war Anfang März.

Planungen gibt es bereits für eine Verlängerung der Schanghaier Strecke in das 180 Kilometer entfernte Hangzhou. Nach Angaben des deutschen Transrapid-Konsortiums aus Thyssen-Krupp und Siemens gibt es dazu aber noch keine schriftliche Vereinbarung. China denke auch über den Bau einer Transrapid-Verbindung zwischen Peking und der rund 100 Kilometer entfernten Hafenstadt Tianjin nach. Der Bau dieser Strecke ist nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" vom Freitag aber an den Zuschlag der Olympischen Sommerspiele 2008 für Peking gebunden. Ein Vertreter des Transrapid-Konsortiums bezeichnete dies als "Spekulation". Die Vergabe der Olympiade an Peking könnte aber eine positive Wirkung haben. Ebenfalls im Gespräch ist der Zeitung zufolge eine Transrapid-Verbindung von der Pekinger Innenstadt zum Flughafen.

Auf dem Programm von Verkehrsminister Bodewig stehen unter anderem Gespräche mit Chinas Fachministern für Wissenschaft und Technik, für Bauwesen und für Eisenbahnwesen. Zum Abschluss seines Besuchs will der Bundesminister Chinas Ministerpräsidenten Zhu Rongji treffen.

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