Streichung war für August geplant
Arbeitsplätze im Opel-Werk Bochum fallen schneller weg

Die für August geplante Streichung einer Schicht bei der Produktion des Modells Astra wird voraussichtlich vorgezogen. "Nach meiner realistischen Einschätzung werden wir die Schicht bereits im kommenden Mai streichen müssen", sagte der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Peter Jaszczyk am Dienstag nach einem Gespräch mit dem Vorstandschef der deutschen Tochter von General Motors (GM), Carl-Peter Forster.

dpa-afx BOCHUM. Mit der Stilllegung der Schicht fallen in Bochum 541 Arbeitsplätze weg. Laut Jaszczyk soll über den genauen Zeitpunkt nach Vorlage der Bilanzzahlen Mitte Januar entschieden werden. Zu dem von der Werksleitung in der vergangenen Woche angekündigten Abbau von weiteren 500 Stellen im Rahmen der Produktivitätssteigerung habe es noch keine Verhandlungen gegeben, betonte der Betriebsratsvorsitzende. Das Thema habe allerdings auf der "Wunschliste" des Vorstandschefs gestanden. "Ich weiß aber schon lange, dass auch zu Weihnachten nicht alle Wünsche wahr werden", sagte Jaszczyk. Angesichts der schlechten Prognosen für die Automobilwirtschaft mit einem Absatzrückgang bis zu sieben Prozent im kommenden Jahr könne es jedoch "schmerzhafte Einschnitte" geben.

Forster lehnt Kommentar zu angeblichen Verlusten ab

Vorstandschef Forster wollte sich nach dem Gespräch nicht zu den Spekulationen um einen angeblichen Milliardenverlust bei der Adam Opel AG äußern. Er verwies erneut auf die Bilanzkonferenz in vier Wochen. Einzelne Maßnahmen des Sanierungsprogramms "Olympia", dass Opel bis zum Jahr 2003 in die schwarzen Zahlen bringen soll, würden angesichts der schwierigen Lage möglicherweise schneller umgesetzt. Betriebsbedingte Kündigungen seien jedoch weiterhin ausgeschlossen.

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