Streik-Schwerpunkt am Dienstag in Sachsen
Arbeitgeber vorerst nicht Aussperrungen gelegen

Die Arbeitgeber wollen im Streit um Arbeitszeitverkürzung in der ostdeutschen Metallindustrie vorerst auf Aussperrungen verzichten. Sie halten einen Arbeitskampf für wenig zuträglich.

Reuters BERLIN. "In der ostdeutschen Metallindustrie halten wir einen Arbeitskampf für ausgesprochen schädlich", sagte Gesamtmetallpräsident Martin Kannegießer am Dienstag in der ARD. Deshalb werde über Aussperrungen gegenwärtig überhaupt nicht nachgedacht. Er warnte erneut, die von der IG Metall verlangte Verkürzung der Arbeitszeit von 38 Wochenstunden auf das Westniveau von 35 Wochenstunden sei für die Unternehmer nicht aufzufangen. Deshalb müssten bei Verkürzung der Arbeitszeit zwangsläufig Arbeitsplätze abgebaut werden. Er wiederholte den Arbeitgeber-Vorwurf, bei der Urabstimmung für den Streik sei nur ein Minderheit der Arbeitnehmer befragt worden. Dies sei problematisch, denn eine Minderheit sollte nicht über eine Mehrheit bestimmen.

Nach Angaben der IG Metall wurden am Dienstag die Streiks mit Schwerpunkt Sachsen fortgesetzt. Erwartet werde eine ähnliche Beteiligung wie am Montag, sagte eine Sprecherin des IG Metall-Bezirks Berlin-Brandenburg-Sachsen. An dem ersten Streiktag hatten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 11.400 Beschäftigte an dem Ausstand beteiligt. Betroffen seien rund 14 Unternehmen gewesen.

In Berlin treffen sich am Dienstagnachmittag nach IG Metall-Angaben Arbeitgeber und Gewerkschafter zu Verhandlungen für die Beschäftigten im Stahlbereich. Diese Verhandlungen betreffen jedoch nur rund 8000 Beschäftigten in der Stahlbranche. Für Verhandlungen der rund 310.000 Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie gebe es noch keinen neuen Termin, sagte die IG Metall-Sprecherin.

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