Streiks dauern an – Streit um Lohnerhöhungen
Kein schneller Kompromiss bei Volkswagen Mexiko in Sicht

HB/dpa PUEBLA. Der am Samstag im mexikanischen VW-Werk begonnene Streik dauert an. Unternehmensleitung und Gewerkschaft gelang es am Montag nicht, zu einer Annäherung zu gelangen. Das mexikanische Arbeitsministerium forderte beide Seiten auf, mit einem neuen Angebot an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Bei Volkswagen Mexiko wird für den gesamten Weltmarkt der Käfer-Nachfolger "New Beetle" gebaut.

Die 12 400 gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten des mexikanischen Volkswagen-Werks hatten den Streik für höhere Löhne am Wochenende begonnen. Die Gewerkschaft hatte zuletzt eine Erhöhung von 21 % - 15 Prozentpunkte über der Inflationsrate - gefordert. Die Unternehmensleitung hatte sich wegen dieser als "astronomisch" empfundenen Forderung geweigert, selbst ein Angebot vorzulegen. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der VW-Arbeiter, José Luis Rodriguez, sagte, dass die Forderung verhandelbar sei, dass man aber auf keinen Fall unter 10 % abschließen werde.

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n dem Werk von VW de Mexico in Puebla (125 km östlich von Mexiko-Stadt) wird außer dem "New Beetle" der "Jetta" für den gesamten amerikanischen Kontinent gebaut. In kleineren Stückzahlen werden außerdem der "Golf Cabrio" und der alte Käfer gefertigt. Im Jahr 2000 verließen insgesamt 425 000 Autos die Bänder. In diesem Jahr musste wegen des US-Nachfragerückgangs kurzgearbeitet werden.

Volkswagen-Konzernchef Ferdinand Piëch kündigte gleichfalls am Montag in einem Interview an, dass der Wolfsburger Automobilkonzern möglicherweise einen weiteren Produktionsstandort im Nafta-Bereich (USA, Kanada, Mexiko) errichten werde. VW könnte darauf angewiesen sein, wenn der Dollar weiter gegenüber dem Euro an Wert verliert. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hat der VW-Konzern weltweit 3,1 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, 2,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

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