Streiks in Baden-Württemberg zunächst ausgesetzt
Metall-Tarifparteien verhandeln in Berlin

Nach dem Abschluss in der baden-württembergischen Metallindustrie streben Arbeitgeber und Gewerkschaft eine schnelle Übernahme auf die anderen Bezirke an. Bereits am Donnerstagabend sollten darüber in Berlin Gespräche aufgenommen werden, erklärte IG-Metall-Sprecherin Dagmar Opoczynski am Morgen auf Anfrage in Frankfurt am Main.

WiWo/ap FRANKFURT/MAIN. Über die Ergebnisse dieser Verhandlungen werde am Freitag auf einer Pressekonferenz berichtet, sagte sie weiter. Nach den Worten Opoczynskis sollten die Streiks am Donnerstag im Bezirk Berlin-Brandenburg aber zunächst fortgesetzt werden.

Im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg hatten sich die Tarifparteien am Mittwochabend auf einen zweistufigen Abschluss geeinigt. Ab dem 1. Juni 2002 erhalten die Beschäftigten 4,0 % mehr Lohn und Gehalt, ab dem 1. Juni 2003 folgt eine weitere Erhöhung um 3,1 %. Die Streiks in Baden-Württemberg wurden daraufhin zunächst ausgesetzt. Am Freitag soll die Große Tarifkommission der IG Metall dieses Bezirks über das Ergebnis abstimmen. Die Urabstimmung über das Verhandlungsergebnis soll am Dienstag und Mittwoch stattfinden. Dabei sind mehr als 25 % Zustimmung nötig.

Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, sagte, die zentrale Verhandlungskommission seines Verbandes werde dem Vorstand empfehlen, die Kernergebnisse in allen anderen Bezirken im Lohnbereich "eins zu eins" zu übernehmen. Wird die Einigung zum Pilotabschluss erklärt, müssen die regionalen Verbände vor Ort über die Annahme entscheiden.

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