Streiks in Ostdeutschland
Ministerpräsidenten üben Kritik

Die Ministerpräsidenten der fünf neuen Länder äußerten die Befürchtung, dass bei Einführung der 35-Stunden-Woche - wie sie die Gewerkschaft IG Metall durchsetzen will - zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet würden.

dpa BERLIN. Die Ministerpräsidenten der fünf neuen Länder haben die Streiks in der ostdeutschen Metallindustrie kritisiert. In einer Umfrage der "Berliner Zeitung" Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) sagte der Zeitung, die Streiks bedeuteten eine große Gefahr für die ostdeutsche Metallindustrie, die momentan gute Zuwachsraten zu verzeichnen habe. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Harald Ringstorff (SPD) sagte: "Mit Blick auf die Werften in unserem Land kann die Branche einen Streik und die 35-Stunden-Woche nicht verkraften". Er finde die derzeitige Diskussion "nicht glücklich."

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) erklärte, der Streik um die 35-Stunden-Woche sei "ausgesprochen kontraproduktiv für die weitere Entwicklung in Sachsen-Anhalt und in den neuen Bundesländern". Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) äußerte ebenfalls Bedenken: Tarifauseinandersetzungen seien zwar grundsätzlich Sache der Tarifparteien, "dessen ungeachtet nutzt ein fortdauernder Streik niemandem. Deshalb mahne ich dringend zur Vernunft." Thüringens Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) sagte, es gehe gegenwärtig "wahrlich um mehr als um eine Stunde Arbeit in der Woche mehr oder weniger."

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