Streit beigelegt
Bahn lässt Arcor an die Börse

Das Tauziehen um die Zukunft der Telekomgesellschaft Arcor ist beendet: Dem geplanten Börsengang des Unternehmens steht nach einer Einigung mit dem Minderheitsgesellschafter Deutsche Bahn nichts mehr im Wege.

dri/ek/slo DÜSSELDORF. Arcor und die Bahn haben vereinbart, die bahnspezifische Kommunikationstechnik in eine gemeinsame Tochtergesellschaft auszugliedern. Das gaben beide Unternehmen gestern bekannt.

Seit November vergangenen Jahres schwelte der Streit zwischen Arcor und der Bahn, die 18 % der Anteile an dem Telekom-Anbieter sowie ein Vetorecht besitzt. Damit blockierte die Bahn die Umwandlung Arcors in eine Aktiengesellschaft. Bahnchef Hartmut Mehdorn befürchtete, seinen Einfluss auf einen Teil der Bahn-Telekommunikationstechnik zu verlieren, wenn aus Arcor ein börsennotiertes Unternehmen würde.

Vetorecht entfällt

Das Vetorecht der Bahn entfällt künftig. Stattdessen bekommt sie 49,9 % der Anteile an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen. Den Rest behält Arcor. Ab April 2005 hat die Bahn die Option, ihren Anteil an dem gemeinsamen Unternehmen zu erhöhen.

Durch den Börsengang will die Vodafone-Tochter Arcor an eine Akquisitionswährung kommen, um ihr Wachstum zu finanzieren. Der Schritt auf das Parkett wird voraussichtlich frühestens Ende 2002 erfolgen. Die Arcor-Gruppe ist im Festnetzgeschäft der größte Konkurrent der Deutschen Telekom.

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