Streit im Vorfeld der Hauptversammlung
Commerzbank wehrt sich gegen Aktionäre

Die Commerzbank versucht 40 widerspenstige Aktionäre vor ihrer Hauptversammlung am kommenden Freitag einzuschüchtern. In einem Brief deutet ein Anwalt der Bank an, die Bank könne auf Nachfrage gezwungen sein, alle 40 Namen zu veröffentlichen.

fs/nw FRANKFURT. Die Aktionäre hatten im Vorfeld der Hauptversammlung eine Ergänzung der Tagesordnung durchgesetzt. In vier separaten Punkten beantragen sie die Bestellung von Sonderprüfern und eine Satzungsänderung. Ferner wollen sie dem Vorstand das Vertrauen entziehen.

Am Markt rechnet man damit, dass einige prominente Aktionäre zu den Initiatoren gehören. Vermutlich wäre eine Veröffentlichung ihres Namens nicht in ihrem Interesse. Von den 40 Aktionären sind bislang nur zwei bekannt, Clemens Vedder und Klaus Peter Schneidewind.

Beide stecken auch hinter dem Finanzinvestor Cobra, der offiziell knapp 10 Prozent der Commerzbank-Aktien hält. Die Cobra versucht seit mehr als einem Jahr, die Commerzbank-Anteile mit Gewinn an einen Investor zu veräußern. Um sicher zu gehen, dass die Aktionäre auf der Hauptversammlung in ihrem Interesse abstimmen, bemüht sich die Bank intensiv, große Investoren fest auf ihre Seite zu holen. Sorgen macht dem Vorstand der hohe Streubesitzanteil von rund 80 Prozent und die in der Vergangenheit geringe Präsenz auf den Hauptversammlungen.

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