Streit in der FDP
Gerhardt fordert Möllemann zum Duell auf

Wolfgang Gerhardt reicht es nun. Zur Klärung des internen Machtkampfes um die Führung der FDP hat er seinen Kontrahenten Jürgen Möllemann zum direkten Vergleich aufgefordert.

ap BERLIN. Zur Klärung des internen Machtkampfes um die Führung der FDP hat Parteichef Wolfgang Gerhardt seinen Kontrahenten Jürgen Möllemann zum direkten Vergleich aufgefordert. Wenn Möllemann ""gerne Parteivorsitzender werden möchte, soll er gegen mich kandidieren'', sagte Gerhardt am Wochenende. Wer an die Spitze der Partei gewählt werde, führe die FDP in den Bundeswahlkampf.

Der nordrhein-westfälischen FDP-Chef will der Aufforderung Gerhardts jedoch nicht nachkommen. Möllemann sagte laut ""Kölner Stadt-Anzeiger'', er sehe sich lieber in der Rolle des Kanzlerkandidaten. Ob der heutige Bundesvorsitzende auch nach 2001 FDP-Chef sei, werde sich erweisen. Er werde sich kommendes Jahr jedenfalls nicht um den Posten bewerben, erklärte Möllemann dem Blatt. Fraktionschef, Vorsitzender, Generalsekretär und Kanzlerkandidat sollten jeweils andere Personen sein.

Gerhardt war zuvor in die Offensive gegangen. Gerhard lehnte es ab, über den Parteitag 2001 und die Bundestagswahl 2002 zu spekulieren. ""Diese Selbstbeschäftigung schadet der FDP'', sagte er der ""Magdeburger Volksstimme''.

Gerhardts Stellvertreter Walter Döring machte in der Diskussion um die Rolle Möllemanns klar: ""Nicht ein Mann allein entscheidet die Strategie der Partei''. Er sei in manchen Punkten nah bei Möllemann, sagte Döring der ""Welt''. Aber mehr als zwei Jahre vor der Bundestagswahl eine Diskussion über einen eventuellen Kanzlerkandidaten zu führen, sei nicht hilfreich. Dann werde nur darüber, nicht aber über Inhalte gesprochen.



FDP will 900 000 Internet-Surfer werden



Die FDP will - erstmals in der deutschen Parteienlandschaft - ihr Programm für die Wahl im Jahr 2002 unter Bürgerbeteiligung im Internet erstellen lassen. Das geht aus einem Konzept von Generalsekretär Guido Westerwelle hervor. Nicht nur die FDP-Basis, sondern Bürger mit Internet-Zugang sollen die Wahlziele der Liberalen für 2002 mit erarbeiten können. Das letzte Wort behält sich aber die Partei vor: Die Ideen der Internet-Ratgeber sollen in den FDP-Gremien überarbeitet und im Frühjahr 2002 von einem Bundesparteitag gebilligt werden.



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