Streit mit Regierung
Populäres Privat-TV in Bangladesch verboten

Der populärste private Fernsehsender in Bangladesch ist nach Kritik von fundamentalistischen Moslems verboten worden. Die offizielle Begründung für das Abschalten des Senders ETV lautete am Freitag, dass die Lizenz illegal sei. Der oberste Gerichtshof bestätigte ein entsprechendes Urteil einer unteren Instanz.

HB DHAKA. Beobachter brachten das Aus für den Sender, der wegen seiner unabhängigen Nachrichten und seiner Unterhaltungssendungen beliebt war, mit der neuen Regierung unter Ministerpräsidentin Khaleda Zia in Verbindung. Sie hatte im vergangenen Oktober die Wahlen gewonnen.

Zu ihrer Koalition gehören auch fundamentalistische Gruppen. Ihre Vertreter hatten ETV vorgeworfen, anti-islamische Ideen zu verbreiten und die Jugend zu verderben. Auch die Klage gegen ETV ging von diesen Gruppen aus.

ETV war im März 2000 eröffnet worden. Die damalige Regierung hatte dem Sender eine Lizenz gegeben, nach der er terrestrische Frequenzen des staatlichen Fernsehens BTV benutzen durfte. Durch das Abschalten von ETV verlieren 300 Menschen ihre Arbeitsplätze.

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