Streit mit Seifert
Wechsel an der Eurex-Spitze

dpa FRANKFURT/MAIN. An der Frankfurter Terminbörse bahnt sich ein überraschender Wechsel in der Führungsspitze an. Nach Angaben der "Börsen-Zeitung" wollen sowohl Eurex-Chef Jörg Franke als auch sein Marketing-Vorstand Andreas Preuß bis zum Jahresende die weltgrößte Terminbörse verlassen. Hintergrund seien Unstimmigkeiten zwischen dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Börse AG, Werner Seifert, und seinem Vorstandskollegen und Eurex-Chef Franke.

Die Deutsche Börse wollte den Bericht des Blattes offiziell nicht kommentieren. Am Bankenplatz Frankfurt gilt es aber als sicher, dass sich der Aufsichtsrat der Deutschen Börse AG am 11. September mit dieser Personalfrage befassen wird. Nach Darstellung der "Börsen- Zeitung" wirft Seifert seinem Kollegen Franke eine "zu altmodische Denke in börsenpolitischen Fragen vor". Nicht Börsenpolitiker, sondern Handelschefs müssten heutzutage an der Spitze der größten Terminbörse stehen, soll Seiferts Position sein.

Als Nachfolger wird der Handelschef einer Londoner Adresse genannt. Damit dürfte der Weggang der beiden Eurex-Vorstände auch Auswirkungen auf die geplante Fusion der Frankfurter und Londoner Börse haben. Die Terminbörse sollte fester Bestandteil in Frankfurt bleiben. Mit der Benennung eines Londoner Nachfolgers könnte die fein austarierte Balance zwischen Frankfurt und London weiter ins Wanken geraten. "Denn ein Londoner Handelschef dürfte den Großteil seiner Zeit in London, am Sitz der iX-Zentrale, verbringen", vermutet die "Börsen-Zeitung".

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