Streit spitzt sich zu
Ullrich droht Godefroot mit „Konsequenzen“

Beim deutschen Radrennstall T-Mobile brodelt es: Kapitän Jan Ullrich will die heftige Kritik, die Walter Godefroot zum Ende der Tour de France an ihm geübt hat, nicht so ohne weiteres auf sich sitzen lassen.

HB HAMBURG. Nachdem der Team-Manager von T-Mobile dem Radprofi fehlende Professionalität vorgeworfen hatte, kündigte der Olympiasieger am Montagabend in der ARD-Talkshow "Beckmann" Konsequenzen an: "Ich bin enttäuscht und ärgere mich maßlos. Ich werde das mit Walter anlässlich des Weltcup-Rennens am Sonntag in Hamburg klären und meine Konsequenzen ziehen."

Was diese Äußerungen bedeuten könnten, wusste Team-Sprecher Olaf Ludwig am Dienstag nicht: "Ich weiß nicht, ob das auf das Umfeld oder Personen bezogen sein soll. Das Gebilde ist bekannt: Die Godefroot GmbH hat einen Vertrag mit T International-Mobile und Jan ist bis 2006 vertraglich gebunden."

Nach dem enttäuschenden vierten Platz seines Mannschafts-Kapitäns bei der Tour de France hatte der T-Mobil-Manager Ullrich und sein Umfeld hart kritisiert. Zu dessen persönlichem Betreuer Rudy Pevenage habe er weder "professionell noch persönlich" Vertrauen, sagte Godefroot dem "Figaro". Der "L'Equipe" erklärte der 61-jährige Belgier, der den Toursieger von 1997 im Vorjahr in sein Team zurückgeholt hatte, Ullrich fehle der nötige "Killerinstinkt", die richtige Einstellung und die mentale Stärke, eine Tour zu gewinnen. Godefroot: "Wir haben alles auf Jan ausgerichtet. Er wollte die Tour gewinnen, und er hat nicht ein Mal einen Etappensieg geholt".

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