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Streit über Lösung zu DHL-Straffung und Stellenabbau bei Post

Um die vom Post-Konzern geplante Straffung des Expressgeschäfts unter der Marke DHL ist ein Streit entbrannt. Von Seiten des DHL-Gesamtbetriebsrats wurde Unmut über eine bereits getroffene Vereinbarung zwischen der Post und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zum Stellenabbau laut. Eine ver.di-Sprecherin wies am Donnerstag aber Forderungen zu Nachverhandlungen zurück. "Aus unserer Sicht gibt es nichts nachzuverhandeln."

dpa-afx BONN. Um die vom Post-Konzern geplante Straffung des Expressgeschäfts unter der Marke DHL ist ein Streit entbrannt. Von Seiten des DHL-Gesamtbetriebsrats wurde Unmut über eine bereits getroffene Vereinbarung zwischen der Post und der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zum Stellenabbau laut. Eine ver.di-Sprecherin wies am Donnerstag aber Forderungen zu Nachverhandlungen zurück. "Aus unserer Sicht gibt es nichts nachzuverhandeln."

Auch Post-Sprecher Jürgen Blohm sagte, die Verhandlungen seien einvernehmlich zum Abschluss gebracht worden. Eine Vereinbarung sei paraphiert worden. Die Konzernbetriebsvereinbarung zu dem Umbau und den Personal-Konsequenzen müssen noch formal vom Konzernbetriebsrat unterzeichnet werden.

'Reine Augenwischerei'

Laut der "Süddeutschen Zeitung" bezeichnete der Vorsitzende des DHL-Gesamtbetriebsrats, Helmut Blepp, die Einigung als "reine Augenwischerei". DHL-Betriebsrat Bertram Zwick drohte im Hessischen Rundfunk mit einer eigenen Gewerkschaft. In der DHL - Zentrale in Langen bei Frankfurt/Main stehen laut Zwick 400 Jobs auf dem Spiel.

Deutsche Post und ver.di waren sich einig, dass der Umbau nicht ohne Stellenabbau erfolgen könne. Wie viele Stellen wegfallen, sei im Augenblick aber noch nicht absehbar, hieß es von der Post. Nach der Vereinbarung mit ver.di soll der Stellenabbau "sozial verträglich" ablaufen. Bei Kündigungen, die aber vermieden werden sollen, solle es Abfindungen geben. Mitarbeitern der Tochterfirmen soll es laut ver.di auch möglich sein, sich um eine Stelle bei der Konzernmutter zu bewerben. Dies sei ein Schritt zu einer "stabileren Beschäftigungssituation".

Stellenabbau

Nach Darstellung der Post sind von der Zusammenlegung von DHL, Danzas und Euro Express rund 4 000 von insgesamt rund 10 000 Stellen betroffen. Unterm Strich würden bundesweit voraussichtlich rund 1 600 Stellen wegfallen.

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