Archiv
Streit um angebliche Atomwaffen im Baltikum

dpa OSLO. Norwegische Offiziere haben angebliches Beweismaterial aus den USA über die Stationierung russischer Atomwaffen in der Enklave um Kaliningrad eingesehen. Die Osloer Zeitung "Aftenposten" berichtete am Mittwoch unter Berufung auf "hochrangige norwegische Militärs", dass US-Geheimdiensterkenntnisse die "beunruhigenden Berichte über eine russische Nuklear-Aufrüstung im Baltikum bestätigen".

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte entsprechende westliche Behauptungen wiederholt als völlig unsinnig zurückgewiesen. In dem Bericht der als seriös geltenden konservativen Zeitung hieß es, in den letzten Monaten seien neue Atomwaffen in die an Polen und Litauen grenzende Enklave um Kaliningrad gebracht worden. Sie seien nicht auf die USA, sondern auf Europa gerichtet.

Ein namentlich nicht genanntes Mitglied der militärischen Führung in Norwegen sagte: "Wenn die amerikanischen Berichte stimmen, sind dies Atomwaffen, die auf nicht anderes als auf Europa gerichtet sind. Wir müssen annehmen, dass sie mit Blick auf potenzielle Ziele in Skandinavien stationiert worden sind".

Aus dem norwegischen Außenministerium wurde jeder Kommentar zu dem Bericht verweigert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%