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Streit um Arbeitszeiten: Gutachter sollen Siemens-Zahlen prüfen

Im Streit um weitere Arbeitszeitverlängerungen bei Siemens holen sich IG Metall und Gesamtbetriebsrat jetzt externe Hilfe. Unternehmensberater sollten die Zahlen überprüfen, mit denen Siemens mögliche Stellenstreichungen begründen will, hieß es am Dienstag bei der IG Metall. "Die Experten sollen die Rechnungen kritisch unter die Lupe nehmen und mögliche Alternativen entwickeln."

dpa-afx MÜNCHEN. Im Streit um weitere Arbeitszeitverlängerungen bei Siemens holen sich IG Metall und Gesamtbetriebsrat jetzt externe Hilfe. Unternehmensberater sollten die Zahlen überprüfen, mit denen Siemens mögliche Stellenstreichungen begründen will, hieß es am Dienstag bei der IG Metall. "Die Experten sollen die Rechnungen kritisch unter die Lupe nehmen und mögliche Alternativen entwickeln."

Das Ergebnis könne gleichzeitig als Grundlage für eventuelle Tarifgespräche mit der IG Metall dienen. Betroffen sind Werke in Bruchsal, Karlsruhe, Kirchheim/Teck und Nürnberg.

Siemens hatte sich mit Arbeitnehmervertretern auf die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich für zwei Telefonwerke in Nordrhein-Westfalen geeinigt. In den nächsten Wochen stehen die Verhandlungen für weitere Standorte an. Die IG Metall will einen Dammbruch vermeiden und sich nicht auf weitere Arbeitszeitverlängerungen einlassen.

Schon bei den Werken in Bocholt und Kamp-Lintfort hatte sich die IG Metall externen Rat geholt. Allerdings kam auch die Beratungsfirma zu dem Ergebnis, dass Siemens die Telefone in Osteuropa deutlich billiger produzieren könnte.

Noch in dieser Woche rechnet die IG Metall mit Ergebnissen der Überprüfung für die Trafo-Werke in Kirchheim und Nürnberg. Auch für den Festnetz-Standort Bruchsal sei in Kürze mit Ergebnissen zu rechnen. Beim Karlsruher Werk der Antriebssparte A & D könne dies noch etwas dauern.

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