Streit um Aufteilung der Beute
Polizisten raubten Geldtransporter in Slowakei aus

Ein Streit über die Aufteilung der Beute hat nach einem halben Jahr zur Aufklärung eines spektakulären Millionenraubs in der Slowakei geführt. Als mutmaßliche Täter wurden Angehörige einer Spezialeinheit der Polizei ermittelt.

dpa BRATISLAVA. Die Polizisten hatten bei dem Überfall auf einen Geldtransporter nach Medienberichten vom Donnerstag sogar ihre Dienstwaffen benutzt. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht, die Behörden haben über den Fall eine Nachrichtensperre verhängt.

Acht schwer bewaffnete und maskierte Männer hatten im Dezember 2001 in einem Einkaufszentrum in der ostslowakischen Stadt Kosice rund acht Millionen Kronen (knapp 200 000 Euro) aus einem gepanzerten Geldtransporter erbeutet. Die Täter waren damals trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung entkommen.

Den Berichten zufolge hatte eine Mitarbeiterin des Einkaufszentrums die Täter, unter ihnen ihr Ehemann, auf den Geldtransport aufmerksam gemacht, weil sie sich von der Geschäftsleitung ungerecht behandelt fühlte. Weil sie aber das Gefühl hatte, nicht ausreichend an der Beute beteiligt worden zu sein, ging sie jetzt zur Polizei und ließ die Angehörigen einer Anti-Terror-Einheit auffliegen. Die Täter sollen die beim Überfall verwendeten Waffen ganz offiziell auf dem Dienstweg angefordert und ihre Bestellung mit den Vorbereitungen auf einen Polizeieinsatz gegen organisierte Kriminalität begründet haben.

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