Streit um fehlende Netznutzungsverträge
Stromanbieter Edis darf Ares-Kunden nicht den Strom abstellen

dpa-afx BERLIN. Der nordostdeutsche Stromanbieter Edis darf den Kunden des Berliner Energiedienstleisters Ares Energie-direkt nicht den Strom abstellen. Die Tochter der ares Energie AG habe eine entsprechende einstweilige Verfügung wegen unlauteren Wettbewerbs und Verstoßes gegen das Kartellrecht errungen. Das teilte Ares am Montag in Berlin mit. Die Kunden der Ares Energie-direkt GmbH seien verunsichert worden, weil Edis wiederholt gedroht habe, ihre Stromversorgung zu stoppen.

In dem Streit zwischen beiden Unternehmen ging es um fehlende Netznutzungsverträge, für die sich die Firmen gegenseitig die Schuld geben. Durch Mitteilungen der Edis, die den Strom durchleitet, an Ares-Kunden sei der der Eindruck erweckt worden, Ares wäre nicht in der Lage, seine Kunden zu versorgen, kritisierte Ares. Neben der Behinderung des freien Wettbewerbs durch ehemalige Gebietsversorger mit ihren Stromnetzen würden auch überhöhte Gebühren für die Netznutzung erhoben. Während in Deutschland eine Kilowattstunde Strom durchschnittlich 13 Pfennig koste, betrage der europäische Durchschnittspreis 7,12 Pfennig.

Ares hatte im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf knapp 48 Mill. DM mehr als versechsfacht. Der im vergangenen Jahr in letzter Sekunde verschobene Börsengang soll in diesem Jahr nachgeholt werden, wenn die Marktlage es zulässt. Die Edis Energie Nord AG (Fürstenwalde) ist 1999 aus der Fusion von zwei brandenburgischen und zwei Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern entstanden. Edis erwirtschaftete 2000 einen Umsatz von rund zwei Mrd. DM

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