Streit um finanzielle Rahmenbedingungen
Fusion von Nord- und Westfleisch geplatzt

Die fest verabredete Fusion der beiden Unternehmen Nordfleisch und Westfleisch zum größten deutschen Fleischkonzern ist geplatzt. Es habe keine Einigung über die finanziellen Rahmenbedingungen erzielt werden können, erklärten die beiden Unternehmen am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung.

HB/dpa HAMBURG. Einzelheiten wurden nicht genannt. Nordfleisch und Westfleisch bedauerten das Scheitern und wollen ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit fortsetzen. Neue Fusionsgespräche werde es jedoch nicht geben.

Die beiden Fleischriesen hatten bereits seit 2000 eine Zusammenlegung des operativen Geschäfts geplant, doch waren die Verhandlungen immer wieder ausgesetzt und vertagt worden. Mit der Fusion wäre der größte deutsche Fleischvermarkter mit einem Umsatz von rund drei Milliarden Euro, Standorten in elf Bundesländern und 4000 Mitarbeitern entstanden. Beide Unternehmen sind quasi genossenschaftliche Vermarktungseinrichtungen des Agrarsektors und gehören direkt oder indirekt Landwirten und Agrarbanken.

"Eine Fusion wäre gut gewesen, um den Wettbewerb auf europäischer Ebene zu bestehen", sagte Nordfleisch-Unternehmenssprecher Dierk Boie in Hamburg. Die Strukturprobleme der Branche hielten unverändert an. Die Fleischerzeuger kämpfen mit einer zunehmenden Konzentration auf ihren Absatzmärkten. Europaweit treten immer größere Handelskonzerne als Kunden auf, die niedrigere Preise durchdrücken wollen. Mit einer Fusion wären Nord- und Westfleisch der zweitgrößte europäische Fleischvermarkter geworden und könnten den Handelskonzernen als gleichberechtigter Partner gegenüber treten.

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