Streit um Fischers Vergangenheit
Schlauch nennt Koch einen "Schmutzfinken"

Der Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch wirft Roland Koch vor, aus Fischers umstrittener Vergangenheit Kapital schlagen zu wollen. Der hessische Ministerpräsident habe die Bevölkerung in der Schwarzgeldaffäre "von vorne bis hinten belogen".

afp HAMBURG. Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch hat die Union wegen deren Angriffe auf Außenminister Joschka Fischer scharf attackiert. Schlauch nannte Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) in der neuen Ausgabe des «Stern» einen "politischen Schmutzfinken".

Er warf Koch vor, er wolle aus einer angeblich belastenden Verfassungsschutzakte im Zusammenhang mit einem Angriff auf das spanische Generalkonsulat im September 1975 Kapital schlagen. Dies werde Koch aber "auch nichts nutzen". Der CDU-Politiker habe die Bevölkerung in der Schwarzgeldaffäre "von vorne bis hinten belogen", sagte Schlauch.

Rufe nach einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zeigen nach Ansicht des Grünen-Fraktionschefs, dass die Opposition "inhaltlich nichts auf der Pfanne hat".
Er sei sicher, dass Fischer mittlerweile die ganze Wahrheit über seine Vergangenheit preisgegeben habe.

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main dementierte Presseberichte, wonach sie Akten des hessischen Landesamtes für Verfassungsschutz über Fischer angefordert haben soll.

Die Zeitung "Die Welt" hatte am Mittwoch unter Berufung auf die Behörde berichtet, dass der Verfassungsschutz die Herausgabe einer Akte über Fischer im Zusammenhang mit einem Angriff von Demonstranten auf das spanische Generalkonsulat erwäge.

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