Streit um Formel-1-Anteile: EM.TV-Zug derzeit nicht zu stoppen

Streit um Formel-1-Anteile
EM.TV-Zug derzeit nicht zu stoppen

Die angeschlagende Medienfirma EM.TV führt den Rechtsstreit um ihre Formel-1-Beteiligung trotz einer grundsätzlichen Einigung mit der Bayerischen Landesbank weiter.

HB/dpa MÜNCHEN. Das Unternehmen werde Berufung gegen die Entscheidung eines Gerichts in Jersey einlegen, sagte ein EM.TV-Sprecher am Freitag in München. "Wir können den Rechtsstreit nun nicht einfach stoppen." Das Gericht hatte die Klage von EM.TV um das Pfandrecht an den Formel-1-Anteilen abgewiesen. EM.TV will die Berufung nach Worten des Sprechers aber zurückziehen, wenn eine abschließende Einigung mit der Bayerischen Landesbank über den Verkauf der 16,7-prozentigen Beteiligung an der Formel 1 erreicht ist.

Nach einem monatelangen Streit um die verbleibende Beteiligung hatte sich EM.TV Anfang der Woche außergerichtlich mit der Landesbank geeinigt. Demnach soll das Paket für 8,5 Millionen Euro an die Landesbank verkauft werden. Das halbstaatliche Institut muss allerdings noch eine abschließende Lösung mit den anderen Formel-1- Banken JP Morgan und Lehman Brothers finden. Wenn diese zustimmen, soll das Gerichtsverfahren beendet werden.

EM.TV hatte im März 2000 rund 1,7 Milliarden Euro für eine 50- Prozent-Beteiligung an der Formel 1 bezahlt und später weiter aufgestockt. Im Zuge der Finanzkrise verkaufte EM.TV aber einen Großteil davon an die inzwischen insolvente KirchGruppe. Da mit der restlichen Beteiligung Kredite der zusammengebrochenen KirchGruppe abgesichert waren, wollten die Banken seit Monaten auf diese Anteile zugreifen. Dies wollte EM.TV durch das Gerichtsverfahren in Jersey verhindern.

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